Zitiert: Im Mediensystem regiert der Imperativ der Aufmerksamkeit

Im Mediensystem regiert der Imperativ der Aufmerksamkeit. Superlative, Sensationen, Dinge, die es so noch nicht gab: Das Spiel des Jahres, der Spieler des Jahrhunderts. Das, was wir so nicht erwartet haben. Über Politik, Kultur, Wirtschaft wird heute nicht nur weniger berichtet als noch vor 30 oder 40 Jahren, sondern auch anders. Atmosphäre statt Programmdiskussion. Konflikte zwischen Spitzenpersonal statt Streit um Inhalte. Schulz gegen Gabriel gegen Nahles. Was so eine Partei will, ist am Ende völlig egal. Also redet die Partei vor allem über Gesichter und darüber, wer was wann in der Presse sagen darf.

 

Michael Meyen, kress.de, 01.03.2018 (online)

Zitiert: Das Deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft

340 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen der deutschen Filmförderung. Dieser Betrag dient jedoch nicht als Stütze einer fragilen Zeltkonstruktion; er stellt, um im Bild zu bleiben, das komplette Zelt dar. Man könnte auch sagen: Ohne dieses Geld gäbe es keinen deutschen Film. 2017 sahen 28,3 Millionen Kinogänger die 233 deutschen Filme, die insgesamt 244 Millionen Euro einspielten. Mit anderen Worten: Das deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft.

 

Andreas Busche, Tagesspiegel, 08.03.2018 (online)

Zitiert: Das Fernsehen bei ARD und ZDF auf dem Zenit?

Um ein sorgfältig austariertes Für-jeden-etwas-Portfolio mit Spannendem, Gefälligem und noch mehr gefälliger Krimi-Spannung handelt es sich auch beim Gesamtpaket der insgesamt 144 neuen Fernsehfilme, die die ARD in diesem Jahr erstausstrahlen will. 35 Mittwochs-Filmen am einzigen genre-offenen Sendeplatz im deutschen Fernsehen stehen 43 Sonntags-Krimis und 24 Donnerstags-Krimis gegenüber. … Weiterlesen Zitiert: Das Fernsehen bei ARD und ZDF auf dem Zenit?

Zitiert: Staatsnähe bzw. Politikabhängigkeit oder Parteipolitisierung der Gremien

Was Brautmeier tatsächlich meint, ist Parteipolitisierung. Sie bezeichnet einen sehr komplexen Prozess, in dem sich die politischen Parteien möglichst viele andere Gruppen und Kräfte der Gesellschaft (Gewerkschaften, Kirchen usw.) und möglichst viele Personen (Prominente, Chefs usw.), die nicht ihre Mitglieder sind, ‘anverwandeln’. Manche sagen auch: sich einverleiben. Besonders anschaulich wird dies etwa bei Personalentscheidungen, die dann in der Regel zugunsten der einen oder anderen Partei ausfallen. Ein wesentliches Ziel ist, dass eine Partei auch dort Mehrheiten schafft, wo sie auf dem Papier in der Minderheit ist.

Doch der Versuch einer Parteipolitisierung etwa der Gremien der Rundfunkaufsicht wäre chancenlos, wenn es nur auf die Parteien und deren Willen ankäme. Sie gelingt nur, wenn sich auch diejenigen gesellschaftlichen Gruppen und Kräfte, die es unabhängig von Parteien gibt und für die man nicht zufällig die doppelbödige Sammelbezeichnung ‘Die Grauen’ erfunden hat, nicht förmlich, aber faktisch mit dem jeweiligen Parteiwillen verbinden. Auch zur Parteipolitisierung gehören immer zwei. Weiterlesen Zitiert: Staatsnähe bzw. Politikabhängigkeit oder Parteipolitisierung der Gremien

Aufgaben und Befugnisse der KEF (§ 3 Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag)

(1) Die KEF hat die Aufgabe, unter Beachtung der Programmautonomie der Rundfunkanstalten den von den Rundfunkanstalten angemeldeten Finanzbedarf fachlich zu überprüfen und zu ermitteln. Dies bezieht sich darauf, ob sich die Programmentscheidungen im Rahmen des rechtlich umgrenzten Rundfunkauftrages halten und ob der aus ihnen abgeleitete Finanzbedarf zutreffend und im Einklang mit den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sowie unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung der Haushalte der öffentlichen Hand ermittelt worden ist. Die Prüfung, ob der Finanzbedarf im Einklang mit den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit ermittelt worden ist, umfasst auch, in welchem Umfang Rationalisierungs- einschließlich Kooperationsmöglichkeiten genutzt werden. Weiterlesen Aufgaben und Befugnisse der KEF (§ 3 Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag)