Zitiert: Was in der Kritik an ARD und ZDF fehlt

Worüber Kritiker von ARD und ZDF aber selten reden: Was läuft beispielsweise in den Politik- und Auslandsmagazinen gut, was ließe sich verbessern? Wie hat sich die Kulturberichterstattung entwickelt? Was tut sich in den Reportageformaten? Eine systematische Programmbeobachtung, die über Talkshow- und Tatort-Kritiken hinausgeht, findet kaum noch statt. Das gilt natürlich erst recht für den Hörfunk, der in Grundsatzdebatten über das öffentlich-rechtliche System allenfalls am Rande vorkommt.

 

René Martens, zeit.de, 06.03.2018 (online)

Darf sich die KEF zu den Krimikosten äußern?

In einer Pressemitteilung der ARD vom 19.2.2018 heißt es:

Darüber hinaus sind laut Wilhelm die Aussagen der KEF zu einzelnen Programmaufwendungen nicht nachvollziehbar: ‘Die KEF hat keinen Auftrag, sich zur Programmgestaltung zu äußern. Das gilt für die Sportberichterstattung genauso wie für die Krimiproduktion. Der Etat für Sportrechte ist im Übrigen seit 2012 eingefroren.’ (online) Weiterlesen Darf sich die KEF zu den Krimikosten äußern?

Zitiert: Im Internet ist eine Art automatisierter Kapitalismus entstanden

Maschinen, die für sich selbst arbeiten, bis jemand kommt und eingreift. Die Mittel, diese Belohnungssysteme auszubeuten, sind fest in dieser Maschine verdrahtet, werden gar von ihr begünstigt. Es wird produziert, wonach der Algorithmus verlangt. Das nächste Schlupfloch ist mit Sicherheit schon gefunden.

Michael Moorstedt, Süddeutsche Zeitung, 12.03.2018 (online)

 

 

 

Zitiert: „Wir bräuchten ein Check-Ministerium“

Schon wer Cookies akzeptiert, wer seine Daten zur Verfügung stellt, arrangiert sich mit Filterblasen und einer künstlichen Kanalisierung der Bedürfnisse. Im Kontext des Konsums stört das die Menschen weniger, aber wenn es an die Meinungsbildung geht, wird die Erkenntnis drastischer. Ob mir vor allem Empfehlungen für Rotweine angezeigt werden oder rechtspopulistische Inhalte: Beides folgt letztlich dem gleichen Prinzip. … Weiterlesen Zitiert: „Wir bräuchten ein Check-Ministerium“

Zitiert: Wer sich öffentlich äußert, muss damit rechnen, dass ihm widersprochen wird

Das öffentliche Gespräch gleicht weder einem Seminar noch Salongeplauder. Es lebt nicht allein von Fakten und Argumenten, sondern auch von repräsentativen Auftritten. Positionen werden markiert, Gegner attackiert, verspottet, kritisiert. Wer das abschaffen will, schafft die öffentliche Debatte ab – und erzeugt Stickluft oder Belanglosigkeit. Tellkamp verlangte Respekt, aber Wertung, Spott, Widerspruch, Angriff, Prüfung der Fakten sind die Formen, in denen öffentlich Respekt erwiesen wird.

 

Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10.03.2018 (online)