Zitiert: Im Mediensystem regiert der Imperativ der Aufmerksamkeit

Im Mediensystem regiert der Imperativ der Aufmerksamkeit. Superlative, Sensationen, Dinge, die es so noch nicht gab: Das Spiel des Jahres, der Spieler des Jahrhunderts. Das, was wir so nicht erwartet haben. Über Politik, Kultur, Wirtschaft wird heute nicht nur weniger berichtet als noch vor 30 oder 40 Jahren, sondern auch anders. Atmosphäre statt Programmdiskussion. Konflikte zwischen Spitzenpersonal statt Streit um Inhalte. Schulz gegen Gabriel gegen Nahles. Was so eine Partei will, ist am Ende völlig egal. Also redet die Partei vor allem über Gesichter und darüber, wer was wann in der Presse sagen darf.

 

Michael Meyen, kress.de, 01.03.2018 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)