Zitiert: Warum der Dokumentarfilm gefürchtet werden kann

Die Sender müssen komplett umdenken, denn das aktuelle Glaubwürdigkeitsproblem ist vor allem auch eines, welches sie durch die „Machart“ ihrer formatierten Programme selber mit hervorgerufen haben. Man kann nicht die Ästhetik der Emotionalisierung der Populisten wie Savini, Orban, Trump, Erdogan, Abascal, Le…

Zitiert: Von wegen divers: So hetero ist das deutsche Fernsehen

Sonntag nach 20.15 Uhr: Ein „Tatort“-Kommissar schläft mit einem Mann, in einem „Polizeiruf“ stirbt eine Transsexuelle in der Ausnüchterungszelle. Einen prominenteren Sendeplatz gibt es im deutschen TV nicht, um lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle oder queere (LSBTTIQ) Themen zu platzieren. Doch…

Zitiert: Formatierung des Dokumentarischen durch Fernsehsender und Filmförderung

Ablehnungsbegründungen sind häufig die folgenden: 1) Das ist zu weit weg von den Erfahrungswerten unserer Zuschauer, 2) Es hat keinen Deutschland-Bezug, 3) Es ist nicht emotional genug. 4) Es entspricht nicht dem, was normalerweise auf unserem Sendeplatz zu sehen ist. Bei Filmförderungen…

Zitiert: ARD und ZDF haben für vieles, was sie machen, keinen Auftrag erhalten

Das Programm in der in manchen Fernsehgenres kaum glaublichen Breite, so wie die Öffentlich-Rechtlichen es machen, hat niemals jemand so beauftragt. Es hat sich so ergeben. Weil Krimis bei dem Publikum, das öffentlich-rechtlich fernsieht, gut funktionieren. Weil ARD und ZDF sich angewöhnt…

Zitiert: Machtpolitiker*innen gehen nicht in Talkshows

Die Politiker denken immer, sie müssten da auftreten, weil sich das direkt in Wählerstimmen ummünzt. Also solche Machtpolitiker wie Helmut Kohl oder Angela Merkel haben gerade darauf geachtet, nicht zu häufig in solchen Runden zu sein – oder gar nicht. Und natürlich haben sie gute Wahlergebnisse eingefahren. Also diese schale Gleichung müsste man den Politikern einmal beibringen, dass die Überpräsens in solchen Sendeformen ihnen mittel- und langfristig politisch auch schadet.

Lutz Hachmeister, DLF, Medias Res, 04.07.2019 (online)