Zitiert: Kriterien für gutes Fernsehen

Für mich muss gutes Fernsehen dem Zuschauer sagen: Ich kümmere mich gerade nicht um dich, sondern ich erzähle meine Geschichte. Oder: Ich habe besondere Bilder und Menschen in meiner Dokumentation, die du noch nicht kennst. Oder: Ich habe Unsinn in dieser speziellen Ausgabe zusammengefummelt. Mach was damit. Schau’s dir an und ärgere dich darüber. Oder finde es gut, oder guck drei Folgen und sage dann: Ich kann damit nichts anfangen. Also lass mich in der Schwebe oder diskutabel.

Bastian Pastewka in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 2. Februar 2020 in: medienkorrespondenz.de, 03.02.2020, online

Zitiert: Schauspieler als Zulieferer

Selbst wenn ein Schauspieler praktisch in jeder Szene auftaucht, ist er bei entscheidenden Entstehungsphasen des Films abwesend. Er war nicht vorher beteiligt, und auch nicht nachher. Bei der langen Entwicklung des Drehbuchs, der Entscheidung für Drehorte, Ausstattung und in der gesamten Postproduktion ist er nicht anwesend, von Ausnahmen abgesehen. Das sind aber Phasen, die ganz entscheidend für die Entstehung eines Films sind. Ansonsten folgt er der Vision des Regisseurs.

Henry Hübchen, sueddeutsche.de, 02.02.2020 (online)

Zitiert: Geschichtsvergessener Journalismus

Längst vorbei und fast schon vergessen sind die Jahre, als sich bei Wahlen zum Bundestag und zu den Landtagen zwei Lager gegenüberstanden und bekämpften. ‚Lagerwahlkampf‘ hieß das zu Zeiten Helmut Kohls. ‚Freiheit statt Sozialismus‘ war ein Wahlkampfmotto der Unionsparteien zur Bundestagswahl 1976,…

Zitiert: Haben Verlage denn früher ihr Geld vorrangig mit Journalismus verdient?

Die Antwort ist nein: Bis in die 1990er Jahre wurden die deutschen Tageszeitungen zu rund 60 Prozent aus Anzeigenerlösen finanziert. Schon einer der Gründerväter meines Faches, Karl Bücher, schrieb um 1912, dass die Verlage eigentlich nicht im Nachrichtengeschäft tätig seien, sondern genau…