Zitiert: Das Problem ist ja nicht, dass eine Sendung wie „aspekte“ so ist, wie sie ist

Bedauerlich ist, dass es nicht auch noch etwas anderes gibt im Hauptprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Etwas, das komplexer, radikal anders, langsamer und uneindeutiger wäre, das mehr Raum zum Denken ließe, indem es den Zuschauer mit etwas konfrontierte, das seine Kenntnis übersteigt, das ihn intellektuell herausfordert. Das Ärgerliche ist, dass „aspekte“ schon das mutigste, vom Quotendruck am ehesten entlastete Kulturformat im Hauptprogramm des ZDF darstellt. Wäre es nur ein Anfang, der Einstieg in die Welt der kulturellen Sinnstiftung, dann wäre im Fernsehen noch vieles möglich. Lassen wir die Hoffnung nicht fahren!

 

Timon Karl Kaleyta, faz.net, 12.02.2019 (online)

Zitiert: kleine Geschichte und Theorie der „Fake News“ als Medienkritik

Die Historiker Volker Barth und Michael Homberg, die in Köln und Berkeley arbeiten, haben über die Wahrheitsfrage in der modernen Pressegeschichte jeweils Monografien geschrieben, Tagungen veranstaltet und jetzt den Aufsatz „Fake News. Geschichte und Theorie falscher Nachrichten“ veröffentlicht (Geschichte und Gesellschaft, 44. Jahrgang, Heft 4). Allzu viel Theorie enthält der Beitrag zwar nicht, dafür aber eine gut geordnete Übersicht der gezielten Unwahrheiten in der Massenpresse seit etwa 1830. Weiterlesen Zitiert: kleine Geschichte und Theorie der „Fake News“ als Medienkritik

Zitiert: Mehr Geld für neue Fassbinder

Vielleicht bringt nicht jede Generation einen neuen Fassbinder hervor. Aber ein paar Gelder mehr vom täglichen Unterhaltungsbreibudget abzuzwacken – für Künstler – wäre schon dufte.

 

Bettina Lamprecht, Blickpunkt:Film, 5/2019, S. 76 (nicht online)

Zitiert – Johan Galtung: „Meine Theorie war nicht als Anleitung für die Berichterstattung gedacht“

Die norwegischen Soziologen Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge gelten als Begründer der Nachrichtenwert-Theorie und zeigten 1965 in der Studie „The Structure of Foreign News“ auf, was den Wert einer Nachricht bestimmt. Dafür hatten sie die Repräsentierung der Krisen im Kongo, in Kuba und in Zypern in vier norwegischen Zeitungen analysiert und untersucht, welche Faktoren dazu geführt hatten, dass über diese Krisen berichtet wurde. Unter den insgesamt zwölf Faktoren befinden sich etwa die Intensität eines Ereignisses, die kulturelle Betroffenheit oder die Unvorhersehbarkeit, aber auch Faktoren wie ein Bezug zu führenden Nationen und Persönlichkeiten („Elitenationen“ und „Elitepersonen“), die Personalisierung oder die Negativität eines Ereignisses. … Weiterlesen Zitiert – Johan Galtung: „Meine Theorie war nicht als Anleitung für die Berichterstattung gedacht“