Zitiert: Sind Facebook, Google und Co. plötzlich staatstragend

Unternehmen sind nie demokratisch legitimiert, sie unterliegen keinerlei Kontrolle außer der durch ihre Aufsichtsratsgremien. Philanthropie und Gemeinwohl fördern börsennotierte Konzerne gern, solange es dem eigenen Aktienkurs nützt. Wenn die Global Player des Silicon Valley also nun stolz erklären, dass ihre Systeme in der Krise so sicher bleiben wie früher nur die Renten des Norbert Blüm, dann zeigt das zweierlei: die Hybris der Unternehmen wie die Bereitschaft der politischen Systeme, das Steuer aus der Hand zu geben.

Bernd Graff, sueddeutsche.de, 25.03.2030 (online)

Klick-Tipp: Die Kanzler und die Medien

Vom Geschichtenerzähler bis zum Provokateur: Mit Journalistinnen und Journalisten ging jeder der deutschen Bundeskanzler anders um. Unser Silvester-Feature erzählt die Geschichte von über 70 Jahren Hassliebe zwischen Kanzleramt und Medien.

Michael Watzke, Medias res spezial, Deutschlandfunk, 31.12.2019 (zum Nachhören)

Zitiert: Wie die Corona-Krise die Stunde der Frauen einläuten kann

Meine frauenpolitische Forderung in der Corona-Krise lautet (…): Öffentlich-rechtliche Sender sollen die nächsten 18 Monate alle 14 Tage Bericht erstatten, wie viel Sendezeit sie Frauen vor und hinter den Kameras ermöglicht haben. Durch die Krise werden so mehr Frauen im öffentlichen Diskurs hörbar und formulieren ihre Anliegen.

Jagoda Marinic, fr.de, 24.05.2020 (online)

Zitiert: Systemische Probleme erfordern systemische Lösungen

Ich denke, wir können kollektiv etwas verändern: Wir können entscheiden, dass wir etwas gegen die Marktkonzentration einzelner Firmen und wirtschaftliche Ungerechtigkeit tun. Und wenn wir das schaffen, schwächen wir gleichzeitig verschwörerische Gedanken und das kollektive Trauma, das diese Gedanken für viele Menschen überhaupt erst so attraktiv macht.

Cory Doctorow, zeit.de, 23.05.2020 (online)

Seit wann die ARD Verlagerungen nach Ostdeutschland plant

(01.03.2020) Der seit Jahresbeginn amtierende ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der frühere „Tagesthemen“-Moderator will Deutschlands größte Rundfunkanstalt ostdeutscher machen. Nach jahrelangen Diskussionen um die Verlagerung von ARD-Gemeinschaftseinrichtungen, intern GSEA genannt, in die neuen Bundesländer, sollen jetzt endlich…