Zitiert: Immer mehr Zeitungen entschuldigen sich für dunkle Flecken

In einem Leitartikel hat sich am Freitag der „Sydney Morning Herald“ für die Berichterstattung zum berühmten Myall-Creek-Massaker entschuldigt – fast 200 Jahre danach. „Der „Herald“ ist stolz darauf, die Geschichte Australiens zu erzählen. Aber am Myall Creek sind wir kläglich gescheitert“, betitelte Chefredakteur Bevan Shields die öffentliche Entschuldigung.

dpa, 09.06.2023 (online)

Zitiert: Verweis auf das Zielpublikum als ein Ausweichmanöver

Je länger wir den Verantwortlichen bei Funk zuhören, desto mehr drängt sich uns der Eindruck auf, dass der Verweis auf das Zielpublikum ein Ausweichmanöver ist. Jugendliche Nutzungsgewohnheiten, genauso wie der Sendeauftrag werden immer wieder schützend vorgeschoben, um einer inhaltlichen Beurteilung der produzierten…

Zitiert: Kleine und große Folgen von Irrtümern

Und jetzt etwas ernsthafter: Wenn ein kleiner Kaufmann nur den hundertsten Teil jener Fehler und Irrtümer beginge, die sich die großen Männer der Geschichte im Altertum, im Mittelalter und, dem Vernehmen nach, auch in der neueren Zeit geleistet haben, käme er aus dem Bankrott und dem Gefängnis überhaupt nicht mehr heraus. Wenn die Bankiers ihren Klienten, die Ärzte ihren Patienten, die Gatten ihren Frauen, die Eltern ihren Kindern und die Lokomotivführer ihren Passagieren gegenüber „staatsmännisch“ verführen, läge das Ende der Menschheit seit Jahrtausenden weit hinter uns.

Erich Kästner: Resignation ist kein Gesichtspunkt. Politische Reden und Feuilleton. Atrium Verlag Zürich2023, S. 65

Zitiert: Wie der Begriff „Künstliche Intelligenz“ entstand

Den Begriff „Künstliche Intelligenz“ prägte der Kognitions- und Computerwissenschaftler John McCarthy in den 1950er Jahren. McCarthy tat dies nicht, um die Eigenschaften der Systeme zu beschreiben, die er baute oder um sich herum beobachtete, sondern aus viel banaleren Gründen. In einem Interview…

Zitiert: Die Revolution war friedlich, die 90er-Jahre waren es nicht

Das muss man sich auch klarmachen vor dem Hintergrund, dass die 90er oft als hedonistisches Jahrzehnt beschrieben werden. Die Geschichte war laut Fukuyama „zu Ende“, alle wollten frei sein und demokratisch leben. Die Menschen im Osten, und dort vor allem die jüngeren,…