Klick-Tipp: Übertriebene Warnungen vor Desinformationen?

Der Politikwissenschaftler Andreas Jungherr warnt bei „Mediasres“ davor, die Gefahren der Desinformation überzubetonen. Seinen Untersuchungen zufolge könnte das den unerwünschten Effekt haben, „den die fleißigen Warner vor Desinformationen immer den negativen Kommunikatoren zuschieben, nämlich unsere Demokratie zu schädigen, Demokratiezufriedenheit zu schädigen“.

Interview von Christoph Sterz, @mediasres, 04.06.2024 (online)

Zitiert: Menschen zum Sprechen zu kriegen

Das ist eine der Qualitäten von Thomas Heises Arbeit: Menschen zum Sprechen zu kriegen, die das Sprechen nicht gewohnt sind, um etwas über Leben zu erfahren, die außerhalb des eigenen Horizonts gelebt werden. Das macht Stau zu einem zeitlosen Dokument, dem präzisesten Film, den es bis heute über deutsche Neonazis gibt, weil Heise die Gruppe für seine Interviews vereinzelt, zuhört, nachfragt, um hinter die Selbstentwürfe zu kommen, die medial kicken – nicht, um etwas zu entschuldigen, sondern, um etwas sichtbar zu machen.

Matthias Dell, zeit.de, 31.05.2024 (online)

Zitiert: Demokratiepass zur Medienförderung

Mit einer staatlichen Zustellförderung wollte die Ampel-Regierung das drohende Zeitungssterben stoppen. Doch das im Koalitionsvertrag angekündigte Vorhaben wurde aufgrund knapper Haushaltsmittel gecancelt. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag, wie gegen die Ausdünnung der Medienvielfalt vorgegangen werden könnte. Über einen „Demokratiepass zur Medienförderung“…