Zitiert: Ausgewogenheit ist ein falsches Ideal

Wenn man sich die Literatur über die Herkunft von Sars-CoV-2 anschaut, merkt man, dass gar keine Debatte herrscht: In der relevanten Forschung spricht alles dafür, dass das Virus natürlichen Ursprungs ist. Es gibt es in diesem Fall also gar keine “zweite Seite”. Daher ist es meiner Meinung nach die Pflicht des Journalismus, diesen Fakt widerzugeben und nicht mit dieser journalistischen Daumenregel zu argumentieren. Aber klar, die Arbeit der Medienschaffenden ist nicht einfach. Es braucht Engagement und Ressourcen, um solche Studien zu verstehen. Wenn man dies nicht investieren will, dann soll man auch nicht Journalismus machen.

Marko Kovic, persoenlich.com, 29.4.2021 (online)

In der Kritik: Das Problem der deutschen Filmlandschaft! |

Großes Kino: Jan Böhmermann zerrupft in der aktuellen “ZDF Magazin Royale”-Ausgabe (30.04.2021) den deutschen Film. Alle Produktionen basieren laut Böhmermann auf drei Rezepten: “Arschloch mit Herz aus Gold findet große Liebe”, “Junge Leute kriegen tragische Diagnose und machen eine Reise” und “Nazi,…

Zitiert: Bald tagt nur noch der HR-Rundfunkrat nicht-öffentlich

Nicht öffentlich tagen nur noch die Rundfunkräte beim Hessischen Rundfunk (HR) und beim Norddeutschen Rundfunk (NDR). Mit der Novelle des NDR-Staatsvertrags, die zum 1. September 2021 in Kraft treten soll, wird unter anderem die Regelung eingeführt, dass die Sitzungen des Rundfunkrats öffentlich…

Zitiert: Streamingdienste trainieren die Fähigkeit zur selbst bestimmten Entscheidungsfindung ab

Junge Menschen seien es gewohnt, im Netz sekundenschnelle Antworten auf nahezu alle Fragen des Daseins zu finden. Dadurch verändere sich die Wahrnehmung der Wirklichkeit: „Die Kunden sind nicht König oder Königin, sie werden zu Narzissten und Konsumnarren erzogen. Am Ende sind sie nur noch Sklaven ihrer vermeintlichen Bedürfnisse.“

Marcus S. Kleiner, Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der SRH Berlin University of Applied Sciences, rnd.de, 21.03.2021 (online)

Zitiert: Text und Geld – über den Wert geistiger Arbeit in der digitalen Gegenwart

Das grundsätzliche Problem ist nicht die Digitalisierung selbst, sondern die Tatsache, dass ein wichtiger kulturgeschichtlicher Bewusstseinswandel noch nicht stattgefunden hat, der vor allem die Rolle der Leser*innen im System der Textmedien betrifft. Kurz gesagt, geht es darum, dass die Menschen für die Texte, die sie lesen wollen, jetzt vollständig bezahlen müssen. Was bisher fehlt, ist eine tiefgehende gesellschaftliche Reflexion über den Wert geistiger Arbeit.

Johannes Franzen, 54books.de, 05.04.2021 (online)