Zitiert: Ableistische Übergriffigkeit

Der zuverlässigste Begleiter von Menschen mit sichtbaren Behinderungen ist die verdruckste Frage nach der Diagnose. Sie wird gestellt von Fremden, von Kollegen, von Personen, die einem neu begegnen. Die Frage mag anteilnehmend erscheinen, tatsächlich ist sie der Inbegriff ableistischer Übergriffigkeit, denn sie drängt die behinderte Person in die Defensive, reduziert sie auf ihren „Makel“, stigmatisiert sie als „anders“, nicht der Norm entsprechend, und macht sie gleichzeitig zur Expertin ihrer eigenen Abnormität und zum Studienobjekt.

Lea Streisand, sueddeutsche.de, 14.10.2026 (online)

Zitiert: Patriarchale Medienlandschaft

Eine Medienlandschaft, die sich aber ihrer eigenen patriarchalen Denkmuster nicht bewusst ist, die nicht durchschaut, mit welchen zumindest unterschwellig frauenfeindlichen Attacken ihre Zitatgeber gelegentlich unterwegs sind, macht sich mitschuldig. Mitschuldig an einem Zustand, in dem nun noch weniger Frauen als ohnehin schon an den richtungsweisenden Entscheidungen teilhaben werden, die in Regierung und Koalitionsausschuss für die Zukunft des Landes getroffen werden.

Jana Ballweber, turi2, 15.10.2026 (online)

Zitiert: Wie das Smartphone dem Gehirn „entgegenkommt“

Uns interessiert zunächst die Frage: Warum nutzen Menschen seit 2007, seit es also das iPhone gibt, ein technisches Gerät weltweit auf die gleiche Weise, über Altersstufen und Sprachgrenzen hinweg? Ein Marketingtrick allein erklärt das nicht. Ein Gerät, das im ländlichen Ostafrika genauso…