Zitiert: Wie ein Begriff Kriege legitimiert

Um die gegenwärtigen Konflikte in der Welt zu beschreiben, nutzen Medien und Politiker häufig Begriffe wie »asymmetrische«, »hybride« oder »neue Kriege«. Das Problem: Sie sind analytisch unpräzise und empirisch umstritten. Zugleich dienen sie als Rechtfertigung für die Kriege des 21. Jahrhunderts. … Medienvertreter hingegen sollten sehr achtsam mit den Etiketten der »neuen«, »hybriden« und »asymmetrischen« Kriege umgehen. Als vage Sammelbegriffe tragen sie nicht immer zur Aufklärung bei, sondern verhindern diese teilweise sogar.

Sebastian Haupt, Katapult 09/2016 (online)

Zitiert: Medienqualität in Deutschland, Schweiz und Österreich

Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Demokratie: Ein qualitativ hochwertiges publizistisches Angebot ist Grundvoraussetzung für den freien Austausch von Meinungen und Positionen. Durch die Digitalisierung hat sich die Diskussion um Medienqualität intensiviert, denn angesichts der tiefgreifenden Umbrüche in den Medienmärkten…

Zitiert: Kein Journalist muss seine Meinung verkaufen

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Frei ist, wer reich ist“, hatte Sethe formuliert. Und weil meistens nur diese zwei Sätze aus der viel umfangreicheren Argumentation Sethes zitiert werden, ist hier der Rest: „Journalisten, die diese…

Zitiert: Medien haben nicht zuallererst ökonomischen Interessen zu dienen

Es ist ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, dass die Rundfunkfreiheit vor allem dem Prozess freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung dient, nicht ökonomischen Interessen. Wenn sich Meinungs- und Medienvielfalt nicht über privatwirtschaftlichen Wettbewerb herstellt, ist es Aufgabe des Gesetzgebers, einen Rechtsrahmen zu schaffen, der…

Zitiert: Datengenossenschaften gründen

Der Mensch produziert in der digitalen Gesellschaft laufend Daten: Standortdaten, Fahrdaten, Finanzdaten, Gesundheitsdaten, Metadaten. An diesen Daten erwirbt der Produzent kein Eigentum, er tritt sie an Datenverarbeiter wie Google, Facebook und Amazon ab, die sie zu „Vorhersageprodukten“ (Shoshana Zuboff) raffinieren und daraus…