Zitiert: Warum es Sommer-, aber keine Winterinterviews gibt?

Die Antwort der Sender sei klar, so schreibt Arno Makowsky im Tagesspiegel (11.07.2015). „Weil im Juli und August der politische Betrieb lahmliege, könne man die Akteure mal von ihrer „menschlichen Seite“ zeigen. … Das ist natürlich Unsinn. Erstens gibt es die Sommerpause…

ARD und ZDF nehmen Kontakt zu IOC und Discovery auf

Werden doch nicht so viele Millionen Euro freigesetzt, wie viele angesichts des ersten Olympia-Aus von ARD und ZDF annahmen (siehe hier)?

Nach der Olympia-Pleite wollen ARD und ZDF versuchen, sich wenigstens einen Teil der Rechte zu sichern, berichtet Christian Meier auf welt.de.

Und so ist es wahrscheinlich, dass die ganze Sache mit den Olympia-Rechten so ausgehen wird: ARD und ZDF kaufen die Rechte bei Eurosport für Teile der Veranstaltung für dasselbe Geld, dass sie bisher auf den Tisch gelegt haben – nur mit weniger Output. Also: mehr bzw. genauso viel Geld für weniger Leistung. Jede andere Entscheidung wäre eine große Überraschung.

ARD-Tochter Degeto führt Frauenquote für Regisseure ein

Ab dem 1. August solle bei jedem fünften Film des Produktionsunternehmens eine Frau Regie führen. Diese  Selbstverpflichtungserklärung gilt für drei Jahre.

Diese 20-Prozent-Selbstverpflichtung sei Anfang mit Signalwirkung, so Pro Quote Regie. Rund 100 Filme werden jährlich von Degeto produziert oder mitfinanziert. Die Gesellschafter der Produktionsfirma sind die ARD-Anstalten und deren Werbetöchter.

Zitat: Gedenktage in den vergangenen Jahrzehnten zu einem effektiven Mittel des Event-Marketing und der PR

Auch ARD und ZDF setzen immer mehr auf Jubiläen, um Geschichte zu vermitteln. 25 Jahre Mauerfall, 25 Jahre Deutsche Einheit (25 Jahre „Blühende Landschaften“ wird es wohl nicht geben), 100 Jahre Erster Weltkrieg, Lutherjahr (2017)…. Weiterlesen Zitat: Gedenktage in den vergangenen Jahrzehnten zu einem effektiven Mittel des Event-Marketing und der PR

Volker Herres im Interview zum Dokfilm: Seine Wortwahl ist entscheidend.

Volker Herres gab Promedia (07/2015) ein Interview (online), in dem es u.a. um das Dokumentarische im Ersten geht.

 

medienpolitik.net: Der Dokumentarfilm „Citizenfour“, den der BR und der NDR mit finanziert haben, hat einen Oscar erhalten. Wann läuft er im Ersten? Vielleicht 20.15 Uhr?

Volker Herres: Um ein möglichst großes Publikum für diesen herausragenden Dokumentarfilm zu erreichen, zeigen wir „Citizenfour“ im Feiertagsprogramm 2015/16. Erfahrungsgemäß ist das Interesse in diesem Zeitraum besonders groß.

 

medienpolitik.net: Warum läuft der Film nicht zu einem früheren Datum – jetzt wäre er doch hochaktuell?

Volker Herres: Zum einen wollen wir diesen Film in einer zuschauerstarken Zeit im Ersten zeigen und zum anderen bin ich davon überzeugt, dass das Thema noch länger sehr aktuell bleiben wird.

 

medienpolitik.net: Hat sich die Zahl „klassischer“ Dokumentationen zugunsten von Verbraucher-Tests wie „Hackfleisch im Test“ verringert?

 

Volker Herres: Nein, die Anzahl unserer Dokumentationen und Reportagen hat sich mit den „MontagsChecks im Ersten“ nicht verringert. Diese Verbrauchersendungen sind ja an Stelle der Ratgeber im Ersten getreten.

 

medienpolitik.net: Welche Rolle spielen eigentlich Dokumentationen/Dokumentarfilme für Ihre Quotenbilanz?

Volker Herres: Dokumentationen und Reportagen sind ein ebenso wichtiger wie unverzichtbarer Bestandteil im Programmangebot des Ersten. Wir sind stolz auf dieses Genre, das wir auch weiterhin mit unvermindertem Ehrgeiz pflegen. Natürlich erreichen diese, häufig mehrfach preisgekrönten Filme nicht den Marktanteil, den wir beispielsweise mit Fiktion erzielen. Nach dem Urteil der Zuschauer bietet Das Erste die besten Dokumentationen und Reportagen im deutschen Fernsehen.

 

 

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