Zitiert: Empfehlungen für öffentlich-rechtliche Unterhaltung

Empfehlung 1: Für jedes Unterhaltungsformat Zielsetzungen benennen, zu welchen gesellschaftlichen Leistungen es beitragen soll, z.B.: emanzipatorische Entwicklung und Akzeptanz anderer Lebensformen, Testen und Erwerb neuer Schemata und Kompetenzen, Unterstützung bei Herausbildung sozialer Identität; Herstellung oder Widerspiegelung eines gesellschaftlichen ‘common sense’; Zugang zu…

Zitiert: ARD-„FilmMittwoch“: Gruselkabinett mit Gesellschaftsrelevanz

Schon seit längerem gilt laut ARD-Fernsehfilmkoordination eigentlich die Losung, den Stammsendeplatz für „besondere Filme mit zeit- und kulturgeschichtlicher Bedeutung“ vor allem mit Inhalten zu bespielen, die auch bei mittelalten Nutzer:innen der Mediathek gut ankommen. Linear wurde der Platz zuletzt aber so regelmäßig…

Zitiert: Hörspiele profitieren von Netflix & Co. – ARD will jeden Monat ein neues Hörspiel in der ARD-Audiothek bieten

Das Hörspiel habe sich in den zwei Jahrzehnten aufgrund der neuen Einflüsse sehr verändert, sagte Müller. Zum einen seien da digitale Ausspielwege. Hörspiele seien dadurch sichtbarer geworden. „Die Podcast-Zielgruppe ist spannend, weil sie auf digitalen Plattformen unterwegs ist und affin für Unterhaltung…

Zitiert: „Großkopferten“ und „normale Bevölkerung“

Es ist Thomas Hinrichs aus der Information, der etwas in dieser Hinsicht vielleicht Verräterisches sagt. In der traditionsreichen BR-Bürgersendung Jetz red i, da bringe man die „Großkopferten“ mit der „normalen Bevölkerung“ zusammen. Der BR sieht sich, den Eindruck wird man nicht los, auch selbst als eine Organisation von Großkopferten, die sich zu den „einfachen Leuten“ herunterbeugen muss. Es ist letztlich herablassend, was der Sender über sein Publikum denkt, über die „Menschen in der Region“. Deshalb macht er die Welt für sie jetzt klein und damit auch sich selbst.

Aurelie von Blazekovic, sueddeutsche.de, 24.10.2023 (online)

Zitiert: Wie die ARD in der Kultur „komplementär“ arbeitet

Einen neuen Bücherpodcast als neues Gefäß für die BR-Literaturkritik werde es nicht geben, heißt es, den hätten andere ARD-Anstalten und man müsse „komplementär“ arbeiten. Warum wird darauf nun ausgerechnet in der Kultur kleinlich geachtet? Warum soll es da, wo sich der Blick weiten könnte, in Büchern, in der Kunst, in der Musik, nun wichtiger sein, ob eine Autorin in der Oberpfalz geboren wurde? Im BR-Wissen beispielsweise gibt es (zum Glück) keine Pläne, künftig nur noch über die Studien von echt bayerischen Forschern zu berichten.

Aurelie von Blazekovic, sueddeutsche.de, 24.10.2023 (online)