Heiko Hilker

Zitiert: Warum ein Intendant seinen Sender nicht kennen kann, wie er ist

Wenn WDR-Intendant Tom Buhrow im journalist-Interview davon spricht, dass er sein Haus „nicht als angstbesetzten Laden“ kennen würde, hat er vermutlich Recht. Auf seine Person und seine Wahrnehmung dürfte das hundertprozentig zutreffen, befindet er sich doch am „very-oberen“ Ende der Hierarchie dieses Hauses. Auch als er vor rund 30 Jahren in der aktuellen Berichterstattung im Regionalprogramm unterwegs war, wird dem so gewesen sein. Er war engagiert, präsent, professionell und gehörte einem der – in der Regel männerdominierten – internen Netzwerke an.

Solche Netzwerke gibt es in jedem Unternehmen. Mitglieder kleinerer Gruppen machen die Vergabe von Posten untereinander aus, entscheiden nach Sympathie. Das kann für ein Unternehmen durchaus förderlich sein, solange die gute Stimmung sich auf die meisten Beteiligten auswirkt. … Weiterlesen

Dokumentiert: Keine kommunizierenden Röhren

Ein Programmdirektor kommuniziert nur über soundsoviele Zwischenhierarchen mit einem Redakteur oder einer Redakteurin. Und die sind heute zumeist Allrounder, sie sollen in allen Programmbereichen einsetzbar sein. Redakteure sind heute zwar – positiv gesehen – flexibel, aber damit auch austauschbare Figuren geworden. Ihre jeweilige Fachkompetenz gegenüber Vorgesetzen ist somit ausbaufähig. Früher gab es Historiker in der Geschichtsredaktion, heute gibt es nicht mal mehr eine Geschichtsredaktion. Heute gibt es im WDR-Fernsehbereich – und das wurde von Monika Wulf-Mathies mit am heftigsten kritisiert – keine Fachredaktionen mehr für bildende Kunst, Musik, Theater…

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Dokumentiert: KEK zur verfassungsrechtlichen Pflicht des Gesetzgebers

Leider haben bislang trotz progressiver Einsichten für die gebotene Fortentwicklung des Medienkonzentrationsrechts und einschlägiger Empfehlung selbst der Monopolkommission alle Anläufe die für staatsvertragliche Anpassungen zuständigen Ministerpräsidenten der Länder nicht zum Handeln bewegen können.

Der am 24.07.2018 von der Rundfunkkommission online gestellte Arbeitsentwurf für einen Medienstaatsvertrag enthält allein Regelungsvorschläge zu den Bereichen Rundfunkbegriff, Plattformregulierung und Intermediäre. Änderungen des Medienkonzentrationsrechts sind nicht vorgesehen. Die Standortinteressen einzelner Länder streiten für möglichst hohe Eingriffsschwellen, zementieren so den Status Quo und verhindern beharrlich jede Befassung des Gesetzgebers mit seit Jahren überfälligen Reformen. Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)