Zitiert: Das Fernsehen ist tot, toter geht’s nicht

Und wenn man sich die Mediennutzung unter jungen Leuten anschaut, stimmt das. Die meisten haben keinen Fernseher mehr und kommen nicht auf die Idee, „Tatort“ oder „Tagesschau“ im linearen Programm zu sehen, sondern on demand.

Trotzdem glaube ich, dass die Linearität eine Zukunft hat. Es gibt Weltereignisse wie die Fußball-WM, die Trauerfeier der Queen oder die anstehende Landung auf dem Mars, die sich jeder im Live-Programm anschauen möchte. Warum? Linearität kann durch den Moment der Simultaneität ein verbindendes Element in unserer Gesellschaft schaffen, eine „Konnektivität“, die das diffuse Internet nicht zu leisten vermag.

Stephan Weichert, tagesspiegel.de, 21.12.2022 (online)

ARD zieht Erfolgsbilanz für Mediathek

Laut ARD-Angaben verzeichnet die ARD-Mediathek die höchste Reichweite aller Streaming-Portale der deutschen TV-Sender. Zudem erreiche man damit auch die meisten jungen Leute im Alter von 14 bis 49 Jahren, so die ARD. Mehr als zwei Millionen Menschen seien täglich in der ARD-Mediathek unterwegs. [.] Zu den erfolgreichsten Titeln im Streaming sollen etwa die Doku-Serie „Bein Jan Ullrich“ mit 3,3 Millionen Streamviews oder auch die Serien „Schneller als die Angst“, „Euer Ehren“ und „Das Weiße Haus am Rhein“ mit jeweils rund 1,2 Millionen Streamviews pro Folge gehören, teilte der Senderverbund mit.

Janick Nolting, digitalfernsehen.de, 22.12.2022 (online)

Zitiert: Was für die KEF Programmaufwand ist

Die Kommission erfasst als Programmaufwand insbesondere Kosten für Produktionen, die außerhalb der Anstalten entstehen. Die Erläuterungen dazu sowie das methodische Vorgehen der Kommission sind im 22. Bericht ausführlich beschrieben (vgl. dort Tzn. 72 f.). (23. KEF-Bericht, Tz. 114) Die Kommission erfasst als…

Zitiert: Rundfunkbeitrag – Keine Befreiung aus Glaubensgründen

Eine Frau wollte sich von der GEZ-Gebühr befreien lassen, weil sie sie aus Glaubengründen nicht zahlen könne. Der öffentliche Rundfunk richte sich nicht an den Geboten Gottes aus. Das hat das VG Koblenz nicht überzeugt. Ein Anspruch auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht…

Zitiert: Kulturradio soll niedrigschwellig und voraussetzungsarm sein

Kulturradio heute geht nicht mehr ohne Distinktionsdünkel, zumindest öffentlich-rechtliches Kulturradio. Das soll nämlich niedrigschwellig und voraussetzungsarm sein. Also muss Kulturradio heute seine Ahnungslosigkeit vor sich hertragen wie eine Monstranz zu Fronleichnam. Moderatoren betonen, dass sie keine „Kenner“ seien; und sollten sie doch etwas mehr wissen als die „Tchibo-Hausfrau“, die in einer berüchtigten Hörerstudie des WDR als idealer Adressat des Programms konfiguriert worden war, dann stellen sie sich lieber dumm.

Jan Brachmann, faz.net, 22.12.2022 (online)