Zitiert: Meinung oder Expertise

Wir sollten politisch opportune Meinungen nicht mit tatsächlicher Expertise verwechseln. Echte Expert*innen zeichnen nie ein simples Bild, sondern sie differenzieren. Das macht einen Sachverhalt auf den ersten Blick komplizierter, aber die Berichterstattung wird dadurch präziser und wahrhaftiger. Die Welt ist halt komplexer als eine »Bild«-Schlagzeile.

Sheila Mysorekar, nd-aktuell.de, 16.8.2023 (online)

Zitiert: Die ökonomische Nahrungskette in der medialen Jetztzeit

Der neueste Trend nennt sich NPC-Streaming. Dabei verhalten sich die Protagonisten wie Charaktere in einem Computerspiel. Typischerweise sind deren Dialoge und Verhalten vorprogrammiert, und genau diese Muster werden von den Darstellern imitiert. Jedes Mal, wenn ein Zuschauer ein Trinkgeld spendet, gibt der…

Zitiert: Es braucht die Abweichung

„Aber das Problem bei den Algorithmen bei Netflix und Co. ist, dass sie davon ausgehen, dass man immer dasselbe sehen will. Machst du mal einen Fehler und schaust irgendeinen Unsinn — zack, bekommst du nur noch Mist vor geschlagen.“ Und dann gibt es noch ein grundsätzliches Problem mit algorithmisierten Vorschlägen, quasi eines von gesellschaftlicher Tragweite: Fortschritt wird unmöglich gemacht. Denn dafür braucht es Abweichung vom Gewohnten, Irritation. „Schau dir Kultformate von früher an: Flash Gordon, Blues Brothers, La Boum. Viele waren Flops, sind erst später cool geworden, als die Zeit reif dafür war.“ (Paid)

Oliver Kalkofe, zeit.de, 24.06.2023 (online)

Zitiert: Gratisdenken beim SWR: Ist doch Werbung fürs Buch, oder?

Allerdings scheint das Gratisdenken des Internets den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu infizieren; als ich kürzlich eine Einladung in die SWR1-Hörfunk-Sendung „Leute“ erhielt, um dort über mein neues Buch „Meine Apokalypsen – Warum wir hoffen dürfen“ (Wallstein) zu reden, einen Beitrag zur Klimadiskussion, zu…