Zitiert: Wie Realität in der Fiction redaktionell überarbeitet wird

Eine Kollegin hat einen Krimi im Harz gedreht und erzählte mir, im Hintergrund waren bei einer Einstellung nur kaputte Fichtenwälder zu sehen, alles morsch und tot. Im Nachgang wurde das nachbearbeitet, weil: Das könne man dem Publikum so nicht zumuten. Und ich…

Zitiert: Murot-Tatort keine fiktionale Eigenproduktion des HR mehr

Ich bin traurig, dass ich meine Familie verliere. All die Kolleginnen und Kollegen, denen ich nach einer so langen Zusammenarbeit freundschaftlich verbunden bin, und deren Berufserfahrung und leidenschaftliche Unterstützung auf einmal wegbricht. Künftig werden wir es mit irgendwelchen außerhäusigen Produktionsfirmen zu tun haben, die halt auch mal einen Tatort machen und dann eben wieder anderes. Es wird sehr viel unpersönlicher werden. Die Heimat, die ich über dreizehn Jahre in diesem Sender hatte, gibt es dann nicht mehr.

Ulrich Tukur, sueddeutsche.de, 20.10.2023, (online)

Zitiert: Staatsräson

Das Prinzip der Staatsräson (der Begriff kommt aus dem Lateinischen: „ratio status“ heißt „Staatsvernunft“) hatte in früheren Jahrhunderten, als noch Könige und Fürsten über die Staaten herrschten, große Bedeutung. Es besagte, dass die Interessen des Staates über alle anderen Interessen gestellt wurden. Wenn die Staatsmacht der Ansicht war, dass es dem Interesse des Staates dienen würde, konnten Gesetze aufgehoben und sogar die Rechte der einzelnen Menschen missachtet werden. Der Staat stand über allem.

Lexikon der Bundeszentrale für politische Bildung (online)

Zitiert: Sender sind nicht verpflichtet, Klangkörper zu unterhalten

Die ARD wird weiterhin Kultur produzieren und auch veranstalten.  Orchester wird es in den ARD Medienhäusern weiter geben. Die Herausforderung für die Zukunft ist aber: wie sichern wir die Finanzierung. Wir sind nicht gesetzlich verpflichtet, Klangkörper zu unterhalten, das ist in keinem…

Zitiert: In Wahrheit beruht Journalismus heute bereits auf KI

Eine ganze Generation von Journalisten ist komplett geprägt von künstlicher Intelligenz. Gemeint ist nicht, dass rund achtzig Prozent aller Medienhäuser KI-Projekte gestartet haben, wie soeben die zweite große Studie LSE zum Stand der KI-Nutzung im Journalismus weltweit verkündete, nein, sondern der Alltag.…