Dokumentiert: Journalistische Standards

Marcus Klöckner interviewte Friedensforscher Lutz Schrader über den Journalismus in Zeiten geopolitischer Konflikte, der meint, guter Journalismus sei zugleich „Friedensjournalismus“. Wie begründet er dies?  „Ich bin davon überzeugt, dass sich guter Journalismus schon allein aus purem Eigeninteresse für die Erhaltung derjenigen Grundlagen…

Dokumentiert: Mehr als 3200 Hörerinnen und Hörer wollen „2254 Nachtgespräche“ beim Deutschlandradio erhalten

„Am 11. September 2014 tagt der Hörfunkrat von Deutschlandradio erstmals öffentlich. Damit setzt er ein Signal für mehr Transparenz und lässt darauf hoffen, dass er erkannt hat, wie wichtig demokratische Kontrolle und Beteiligung der Öffentlichkeit für die Gesellschaft sind. Die Sitzung beginnt um 11 Uhr im Berliner Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz.

 

Zuvor, um 10 Uhr, wird dort eine Petition übergeben – mehr als 3200 Unterzeichner/innen fordern darin die Fortführung der „2254 Nachtgespräche“, einer Höreranrufsendung, die im Zuge der Programmreform bei Deutschlandradio Kultur gestrichen wurde. Die Begründungen der Programmverantwortlichen sind bei näherer Betrachtung nicht nur widersprüchlich, sondern auch kaum belegt, außer mit einer Studie von 2012, deren Ergebnisse bislang geheim gehalten werden. Weiterlesen Dokumentiert: Mehr als 3200 Hörerinnen und Hörer wollen „2254 Nachtgespräche“ beim Deutschlandradio erhalten

Zitat: Ranking-Shows sind ein Ausdruck des Ausleseprinzips

„Casting-Shows, auch manche Game-Shows, die nach dem Muster von „The winner takes it all“ funktionieren, appellieren an die Bereitschaft der Zuschauer, die „Härte“ der Auslese und des Lebens als unhintergehbare Bedingung unserer Existenz zu akzeptieren. Zivilisation aber bedeutet das Gegenteil: diese Härte eben nicht hinzunehmen, sondern ihr entgegenzuarbeiten. Und natürlich kann auch die Fernsehunterhaltung sich diesem humanen Prinzip verpflichten, besonders die öffentlich-rechtliche, und sie könnte das ohne nur Frieden und Eierkuchen zu präsentieren, was natürlich keinen großen Spaßfaktor hätte.“

 

Barbara Sichtermann, epdmedien 36/2014, S. 3

EBU empfiehlt Reservierung des 700-Megahertz-Bandes bis 2025

Der ehemalige EU-Kommissar Pascal Lamy hat einen Bericht zur Nutzung des UHF-Bandes vorgelegt. Danach soll das 700-MHz-Band langfristig nicht mehr für Rundfunk genutzt werden – sondern für drahtlose Internet-Breitbandverbindungen. Die neue Verwendung des Ultrahochfrequenzbands (700-Megahertz-Bands) soll bis 2020 (+/- zwei Jahre) umgesetzt werden. Weiterlesen EBU empfiehlt Reservierung des 700-Megahertz-Bandes bis 2025

Schweizer Idee: Rundfunkbeitragsmittel für Internetangebote

In einem Positionspapier hat die Schweizer Medienkommission festgestellt, dass der Journalismus Hilfe braucht. Dieser müsse finanziell unterstützt werden, allerdings sei dabei die Uanabhängigkeit zu gewährleisten. „Als institutionelle Vorbilder einer staatsunabhängigen Förderung nennt die Medienkommission die Pro Helvetia sowie den Schweizerischen Nationalfonds. In dieser Stiftung hätten Branchenvertreter sowie Personen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft Einsitz.“ Weiterlesen Schweizer Idee: Rundfunkbeitragsmittel für Internetangebote