Kurzfilm statt Tatort-Trailer? – Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert mehr „Mut zum Risiko“ bei ARD und ZDF

Bei ihrer Programmplanung sollten ARD und ZDF ein wenig mutiger sein, sagte Monika Grütters laut dpa. So wünsche sie sich mehr Kurzfilme im Programm. Diese seien für viele junge Filmemacher eine Probebühne für größere Produktionen. Das Gegenargument, dass die Leute dranbleiben müssen, nicht wegzappen sollen, kenne sie. Nach den „Tagesthemen“ „muss man dann zum nächsten spannenden Angebot überleiten“, so Monika Grütters. „Aber wenn zum Beispiel für einen „Tatort“ zum x-ten Mal geworben wird, würde ich mir an derselben Stelle auch einmal einen Kurzfilm wünschen.“

 

Weiterlesen in Berliner Zeitung, 07.01.2015

Debatte um den DFFF geht weiter

Prof. Dr. Klaus Schaefer, der Geschäftsführer des FilmFernsehFonds Bayern sah sich zu einer Replik auf einen Zeitungsartikel in der WELT genötigt. Alan Posner stellt darin fest: „Mit 310 Millionen Euro im Jahr werden deutsche Filme gefördert. Doch das Ergebnis ist bitter: Immer mehr Produktionen bekommen immer mehr Geld – doch sie finden immer häufiger kein Publikum.“ Um die Vergabe der 310 Mio. Euro würden sich neunzehn Behörden des Bundes und der Länder kümmern. Zudem würden im Falle der ausgereichten Darlehen – diese machen ca. ein Drittel aus, der Rest sind Zuschüsse – nur selten Mittel zurückfließen. Alan Posner bezog sich dabei auf eine Bestandsaufnahme der Filmförderung in Deutschland im Jahre 2012 bezogen, die das Erich Pommer Instituts (EPI) im November 2014 vorlegte. Das EPI veröffentlicht damit zum dritten Mal in Folge „belastbare Zahlen zur Vergabe und Verteilung der Filmfördergelder“. Weiterlesen Debatte um den DFFF geht weiter

CDU torpedierte SPD beim Mindestlohn und nahm „Verlagsschäden“ bewusst in Kauf

Der Herausgeber der Münchner „Abendzeitung“ und des „Straubinger Tagblatts“ Martin Balle zum Mindestlohn: „Die Unionsspitze hat uns Verleger belogen. Sie hat behauptet, sie hätte sich für eine bessere Lösung eingesetzt. In Wirklichkeit hat sich nur die SPD für uns eingesetzt.“ Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe einen guten Vorschlag gemacht mit einer Ausnahmeregelung für Zeitungsausträger. „Der ist torpediert worden von der CDU/CSU, weil man der Frau Nahles diesen Erfolg in der Wirtschaft nicht gönnen wollte. Das hätte die Akzeptanz der SPD bei der Wirtschaft verstärkt.“

 

Weiterlesen

Nur ein Seitenwechsel?

Susanne Pfab ist seit Anfang des Jahres neue ARD-Generalsekretärin. Sie war von 2006 bis September 2014 Geschäftsführerin der ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz. Zuvor leitete sie vier Jahre das Gremienbüro des Bayerischen Rundfunks. Auch wenn sie aus Beitragsgeldern bezahlt wurde, war sie letztlich Angestellte der Gremien.

Innerhalb der ARD soll Susanne Pfab in medienpolitischen Fragen beratend zur Seite stehen. Zudem soll sie den ARD-Vorsitz, der derzeit beim NDR und ab 1.1.2016 beim MDR liegt, also die jeweilige Geschäftsführung des Senderverbundes bei strategischen Fragen sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Dabei wird ihr die langjährige Tätigkeit in der Gremienvorsitzendenkonferenz von Nutzen sein. Schließlich kennt sie einen großen Teil der Akteure, die u.a. auch aus der Politik kommen. Weiterlesen Nur ein Seitenwechsel?

Zitat: Rundfunkbeitrag und Sport

„Deutschland leistet sich mit 94 € pro Kopf eines der teuersten öffentlichen Rundfunksysteme. Mehr pro Kopf geben nur noch Norwegen und die Schweiz aus. Die Ausgaben von ARD, ZDF und Deutschlandfunk lagen 2013 bei 8,6 Mrd. €. Fast 800 Mio. € kosteten alleine die Sportsendungen, womit sich eine Zwangsabgabe sicher nicht begründen lässt.“

 

Neue Züricher Zeitung, 02.01.2015

 

Weiterlesen