Medienanstalten legen schon jetzt Fehler des Medienstaatsvertrags offen

Seit Jahren, faktisch seit 2013, arbeiten Politikerinnen und Politiker an der Novellierung des deutschen Medienrechts. Aus dem Rundfunkstaatsvertrag soll ein Medienstaatsvertrag werden. Zwei Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verbände gab es. Nach unzähligen Gesprächen einigten sich die Bundesländer. Der Medienstaatsvertrag…

Zitiert: Multipolar statt dual

Die Trennung zwischen den unterschiedlichen Mediengattungen gibt es längst nicht mehr. Das duale Rundfunksystem ist aufgrund des neuen großen Mitspielers Internet nicht mehr dual, sondern ein multipolares System geworden.

Daphne Wolter, Konrad-Adenauer-Stiftung, Arbeitsheft 366, September 2019 (Download)

Zitiert: Big Tech haben sich staatliche Aufgaben angeeignet

Jetzt haben wir das Problem, dass man Big Tech mit Aufgaben vertraut, die eigentlich staatlichen Stellen vorbehalten sind. Ob es sich nun um Urheberrechtsverletzungen, Hatespeech oder extremistische Propaganda handelt: Die Plattformen sollen entscheiden, was gelöscht wird und was nicht. Und das obwohl…

Zitiert: Viele Radio-Programme hätte man vor 20 Jahren als düstere Radioprogrammparodie empfunden

Radio ist für mich das Sinnlichste aller Medien. Es kann bodenständiger und gehaltvoller als Fernsehen sein, es ist entspannter und im Idealfall detailverliebter als andere Medien (…) Ich bin fasziniert von dem, was in den Sechzigern und Siebzigern in der Radiolandschaft passiert…

Zitiert: Reduktion des Journalismus soll Nachdenken verhindern

Tatsächlich geht es nicht darum, ob ein Ministerpräsident nun dies tut oder das oder ob ein Virologe recht hat oder nicht. Sich darauf zu fokussieren, ist eben genau die Reduktion auf ein gedankliches Minimum, die die Diskussion über die notwendigen Veränderungen verhindert. In vielem scheinen diese Art von medial aufgebauschten Geschichten genau dieses Ziel zu verfolgen – zu verhindern, dass die Menschen nachdenken und Dinge anders machen könnten.

Georg Diez, taz.de, 27.05.2020 (online)