Zitiert: Das Saarland und die Staatsferne des Rundfunks

Gemäß dem Finanzierungsurteil von 1994 gilt also der Grundsatz der Staatsferne rigoros: Die Zusammensetzung der KEF soll in Entsprechung zu ihrer fachlichen, nicht politischen Aufgabe politikfrei sein. Bei der Frage, wer nach diesen Vorgaben nicht Mitglied der KEF sein darf, kommt nun…

Zitiert: Wie mit rechten Ideologien umzugehen ist

Als Aufklärungsstrategie schlug Adorno vor, man müsse die Widersprüche zwischen der rechtsradikalen Ideologie und den objektiven Interessen derer, die dieser Ideologie folgen, aufzeigen. Und man müsse die „Tricks” der Propaganda „dingfest Machen”, um die Massen gegen diese zu impfen. Er endete damals mit dem Hinweis, der heute an alle zu richten ist, die in und mit Massenmedien arbeiten: „Wie diese Dinge weitergehen und die Verantwortung dafür, wie sie weitergehen, das ist in letzter Instanz an uns.”

Dietrich Leder, Medienkorrespondenz 01/2020, S. 7

Warum es nicht „Verschwörungstheorie“ heißen sollte

Sogenannte „Verschwörungstheorien“ haben im Zuge der Coronakrise Hochkonjunktur und werden so auch in den Medien bezeichnet. Dabei genügen die Erzählungen, Ideologien und Mythen nicht im Entferntesten dem, was auf wissenschaftlichen Tatsachen basierende Theorien eigentlich auszeichnen.

Stefan Fries, @mediasres vom Deutschlandradio, 11.05.2020 (online)

Zitiert: öffentlich-rechtliches Radio muss Abbild einer diversen Gesellschaft sein

Für diese Vielfalt an Menschen und Interessen muss das Radio, zumal das öffentlich-rechtliche, Antworten finden. Entscheidend wird sein, diese Vielfalt und Verlässlichkeit auch in einem personalisierten, digitalisierten Audioangebot zu ermöglichen, das nur noch rudimentär etwas mit dem eigentlichen Antennenradio zu tun hat. Am Ende ist es dann auch die große Chance des Radios, dass die Summe der Wirs, die sich vor diesem akustischen Lagerfeuer versammeln, ein Abbild einer diversen Gesellschaft ist und ein Pfeiler der Demokratie.

Anke Mai, Programmdirektorin Kultur beim SWR, epd medien, 32/2020

Zitiert: „unterbliebene“ oder „unterdrückte“ Nachrichten

Viele derer, die sich heute an den ID erinnern, sprechen von „unterdrückten Nachrichten“, obwohl die Initiatoren des ID nicht davon ausgingen, dass es so etwas wie eine Meinungsdiktatur gebe. Die Formulierung „unterbliebene Nachrichten“ kennzeichnete vielmehr das Verständnis von einer unerschöpflichen Informationsvielfalt, in…