Klick-Tipp: Kritischer Journalismus unter Druck

Zunehmend werden einzelne Journalist*innen schon im Vorfeld einer Veröffentlichung durch anwaltliche Schreiben eingeschüchtert bis bedroht, um eine kritische Berichterstattung zu verhindern. Mit Post vom Anwalt hatte Anna Hunger schon gerechnet, nachdem sie über die hassverseuchten Dialoge und menschenverachtende Gedankenwelt eines AfD-Mitarbeiters berichtet…

Zitiert: Wie die Landesmedienanstalten journalistische Qualität ermitteln sollten

Künftig sollen bestimmte Inhalte auf Medienplattformen eine Sonderstellung als Public-Value-Angebote bekommen. Was bei der Vergabe dieses Qualitätsstempels zu beachten ist, schreibt Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. …. Die gesetzlichen Kriterien können wir nur im Austausch mit allen beteiligten Gruppen mit Leben…

Zitiert: Deutschland ist nicht im Griff der 68er

Das ist eine der beeindruckendsten rechten Denkfiguren. Trotz hochdotierter Posten und Publikationsmöglichkeiten in reichweitenstarken Medien hält man die eigene Position für unterdrückt. Prekär arbeitende freie Journalist*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen werden dagegen als ausgesprochen mächtig phantasiert. Gerade diejenigen also, die zur gesellschaftlichen Elite zählen und für den Status quo, der rechts ist und derzeit ins Autoritäre und Antidemokratische zu kippen droht, verantwortlich sind, halten sich für marginalisiert.

Natascha Strobl, konkret-magazin, 11/2020 (online)

Zitiert: Wie rechte Diskursverschiebung zur Polarisierung führt

Letztlich sollen einfach neue Rechte weiterhin jene öffentlich beleidigen dürfen, die am Diskurs nicht teilnehmen. So führt die ‚Weitung‘ des Korridors eher zu einer Verschärfung der Polarisierung. Das zeigt etwa ein Blick in die USA: Wenn das öffentliche Aussprechen menschenfeindlicher Positionen irgendetwas für den Zusammenhalt der Gesellschaft tun würde, wäre das Land politisch nicht an dem Punkt, an dem es heute ist.“

Jagoda Marinic, sueddeutsche.de, 30.10.2020 (online)