Zitiert: Fatale Folgen permanenter Reformen der Sender

Gleichzeitig müssen öffentlich-rechtliche Medien auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen reagieren. Sie werden aufgefordert, zu innovieren, zu digitalisieren, neue Zielgruppen anzusprechen und in einer zunehmend plattformgesteuerten Umgebung zu konkurrieren. Diese Erwartungen sind legitim. Was seltener anerkannt wird, ist das Paradox, das sie schaffen, wenn…

Zitiert: Keine kostensparende Reform

Was in der Euphorie bislang noch keine Rolle spielt: Natürlich sollen die Zusammenlegungen auch Kosten reduzieren. Hier ist allerdings festzustellen, dass die jetzt wegfallenden ARD-Spartensender deutlich günstiger als ihre ZDF-Pendants sind. So hatten beispielsweise nach dem eben veröffentlichten 25. KEF-Bericht One und ARD alpha für die vierjährige Beitragsperiode 2025 bis 2028 einen Bedarf von 42,9 Millionen Euro (One) und 37,8 Millionen Euro (Alpha) angemeldet; beim ZDF schlägt für den gleichen Zeitraum ZDFinfo mit 144,5 Millionen und ZDF Neo mit 317,3 Millionen Euro zu Buche

Steffen Grimberg, taz.de, 11.03.2026 (online)