Zitiert: Warum man es mit der Quote vielen nicht rechtmacht

Das lineare Fernsehen strahlt Programme aus, die sich – entsprechend seiner Verbreitungsstruktur und seines Auftrags – an potenziell alle Zuschauer gleichzeitig adressieren. Aus diesem Grund verständigen sich Verantwortliche für fiktionale Erzählinhalte darauf, ihre Programme so zu konzipieren, dass sie es auch möglichst…

Zitiert: Ein Beispiel für den Niedergang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Thomas Schmitt war ein Radikaler im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, der sich nicht korrumpieren ließ, nach eigenen Ausdrucksformen suchte und der für seine Themen kämpfte. Dass er es in seinen letzten Lebensjahren in allen Sendern schwer hatte, zeugt davon, dass er von seinen ästhetischen und thematischen Vorlieben nicht abließ. Und es zeugt vom Niedergang eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems, das sich freiwillig an die privaten Marktkonkurrenten bis zur Besinnungslosigkeit anpasst.

Dietrich Leder, medienkorrespondenz.de, 06.04.2020 (online)

Zitiert: Bieten Streaming-Anbieter nur alten Wein in neuen Schläuchen

Die Bedenken von Georg Seeßlen und Peter Kosminsky, Streaming-Anbieter würden alten Wein in neuen Schläuchen anbieten und dabei vorwiegend einen amerikanischen Look bevorzugen, sind nicht ganz falsch, greifen aber aus zwei Gründen zu kurz. Zum einen sehen US-Produktionen wie beispielsweise die Serie…

Zitiert: „Immer die gleiche Polizeiarbeit“

Krimis sind nie einfach Unterhaltung. Sie prägen unser Verständnis von Wahrheit und Gerechtigkeit, sagt Kulturwissenschaftlerin Sandra Beck. …. Sowohl Täter*innen als auch Ermittler*innen übernehmen im Krimi eigentlich nur eine bestimmte Funktion. Die Täter*innen verursachen eine Störung, das ruft die Ermittler*innen auf den…

Zitiert: Der saubere Bildschirm

Nur hilft es wenig, Filme aus der Öffentlichkeit zu verbannen, wenn die gezeigten Gedanken oder manchmal auch nur: die Gedankenlosigkeit sich in einer Gesellschaft so hartnäckig halten. Und kein Mensch kann wollen, dass rassistische Machwerke heimlich weitergereicht werden, als Raritäten, als Kostbarkeiten für Kenner. Während alle anderen zufrieden auf den sauberen Bildschirm schauen – und alles so bleibt, wie es ist.

Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung, 13.06.2020 (online)