Zitiert: In der Nachrichtennutzung zeigt sich ein klarer Generationsbruch

Der klassische Agenda-Setting-Effekt tritt bei jungen Menschen nur noch eingeschränkt auf. Selbst bei formal hoch Gebildeten wirkt er zwar bei aktuellen Schlagzeilen, aber kaum noch bei hintergründigen Themen außerhalb des eigenen Interessenshorizonts. Medienökonomisch gilt: Die traditionellen Marken sind präsent, doch die Rezeptionswege…

Zitiert: Trump für Lizenzentzug für TV-Sender, „die gegen mich sind“

Im Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One holte er laut BBC auf der Rückreise von seinem Staatsbesuch in Großbritannien zu einem Rundumschlag aus: „Ich habe irgendwo gelesen, dass die Fernsehsender zu 97 Prozent gegen mich waren, noch einmal, zu 97 Prozent negativ, und dennoch habe ich gewonnen, und zwar mit Leichtigkeit, in allen sieben Swing-States“, sagte der Präsident. „Die Presse macht nur schlechte Werbung für mich. Ich meine, sie bekommen eine Lizenz. Ich würde sagen, man sollte ihnen vielleicht die Lizenz entziehen.“

derstandard.at, 19.09.2025 (online)

Zitiert: Wohin das Sehvolumen wandert

Streaming- und Social-Video-Plattformen erreichen inzwischen über 90 % der Zuschauer und binden rund 65 % der wöchentlichen Sehzeit, heißt es. Die Studienautoren nennen „sechs zentrale Hebel“, von denen Sender profitieren könnten – „vom gezielten Einsatz der nationalen Stärken über strategische Zusammenschlüsse bis hin zu einem regulatorischen Reset für das On-Demand-Zeitalter“.

Daniel Sallhoff, turi2, 16.09.2025 (online)

Zitiert: „Fernsehen“

Für mich ist der Begriff „Fernsehen“ viel weiter gefasst. Es ist die Nutzung vielfältiger Bewegtbild-Programminhalte, egal über welchen Vertriebsweg oder welches Geschäftsmodell sie zum Zuschauer kommen. Ein solch erweiterter TV-Begriff ist für unsere Zeit, in der sich die Medienbranche in einem intensiven digitalen Transformationsprozess befindet, notwendig. Diese Definition umfasst heute nicht nur klassisches Fernsehen, sondern Mediatheken, Streaming- und Onlineangebote, soweit sich ihre Inhalte in Formate fassen lassen.

Wolf Bauer, faz.net, 06.09.2025 (online)

Zitiert: Fernsehsender kaufen ist ja so was von Eighties

Beide Sender haben dramatisch an Reichweite und Werbeerlösen verloren, die Joyn ­Mediathek bettelt um Inhalte der Öffentlich-Rechtlichen, weil ihr eigenes Regal wenig hergibt. Der ­Kulturstaatsminister ließ sich den Standort München lobpreisen und von Berlusconi jr. eine tolle Zukunft ausmalen. Zur gleichen Zeit interviewte eine ­ehemalige CDU-PR-Mitarbeiterin, ­Claudia von ­Brauchitsch, als Sat.1-Journalistin dort den Kanzler. Mag sein, die Union glaubt an die ­Wirkmacht des Fernsehens und die Italogang an sein Geld. Und jetzt aber bitte zurück in die Gegenwart.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 07.09.2025 (online)