Zitiert: Warum das Misstrauen in den Journalismus kein Erbe der DDR ist

Die Neuerscheinung Medienskepsis in Ostdeutschland von Michael Meyen und Lukas Friedrich analysiert die Ursachen des tiefgreifenden Misstrauens gegenüber Leitmedien in Ostdeutschland und widerspricht einer weit verbreiteten Erklärung: der These, diese Skepsis sei primär ein Nachhall der DDR-Medienerfahrung. Auf der Grundlage umfangreicher empirischer…

Zitiert: Frauen bleiben in den Medien unterrepräsentiert

Frauen machen weltweit nur 26 % der Menschen aus, über die in Medien berichtet wird oder die dort zu Wort kommen, sagt das „Global Media Monitoring Project“. Die Untersuchung findet seit 30 Jahren alle fünf Jahre statt. Im Vergleich zur Erhebung von 2020 steigt die mediale Sichtbarkeit von Frauen nur um einen Prozentpunkt, seit Beginn der Studie 1995 sind es gerade mal 9 Punkte. Die Internationale Journalisten-Föderation fordert von Redaktionen angesichts dieser Zahlen einen Kulturwandel.

Markus Trantow, turi2, 17.12.2025 (online)

Zitiert: Keiner lebt für sich allein

Jedes einzelne Wunder des Lebens wird von der vitalen Wechselseitigkeit und der dialogischen Plastik des multilateralen Zusammenwirkens getragen. Alles Handeln ist angewiesen auf Koaktivität, alles Bewohnen der Erde auf Kohabitation, jeder Zukunftstraum auf Kollaboration. Natural-soziale Gebilde sind Mäander, freie Bewegungstänze im Zusammenspiel…

Zitiert: Etablierten Medien fehlt der Mut

Was mir persönlich bei den etablierten Medien mitunter fehlt, ist mehr Mut. Mut zu starken Thesen, Mut auch einmal etwas zu loben, Mut zu priorisieren, Mut zu neuen Formaten, Mut zu niedrigen Einschaltquoten, Mut zu unpopulären Entscheidungen! Sicher: Für Mut gibt es nicht immer sofort Applaus. Es ist im Medienbereich aber wie in der Politik: Am Ende des Tages wird man nicht respektiert und gewählt, weil man auf der Welle des Zeitgeistes surft, sondern weil man eine Haltung und einen klaren Fahrplan hat.

Andreas Voßkuhle, sueddeutsche.de, 04.12.2025 (online)