Zitiert: Kulturradio soll niedrigschwellig und voraussetzungsarm sein

Kulturradio heute geht nicht mehr ohne Distinktionsdünkel, zumindest öffentlich-rechtliches Kulturradio. Das soll nämlich niedrigschwellig und voraussetzungsarm sein. Also muss Kulturradio heute seine Ahnungslosigkeit vor sich hertragen wie eine Monstranz zu Fronleichnam. Moderatoren betonen, dass sie keine „Kenner“ seien; und sollten sie doch etwas mehr wissen als die „Tchibo-Hausfrau“, die in einer berüchtigten Hörerstudie des WDR als idealer Adressat des Programms konfiguriert worden war, dann stellen sie sich lieber dumm.

Jan Brachmann, faz.net, 22.12.2022 (online)

Zitiert: Kulturelle Vielfalt in den ARD-Kulturwellen

Der Reichtum dessen, was die Kulturprogramme in diesen Konzerten anboten, kann hier nur angedeutet werden. Es ist ein Angebot, das in Qualität und Quantität das überstrahlt, was in einem vergleichbaren Zeitraum in einer europäischen Weltstadt wahrgenommen werden könnte.

Ein ähnlicher Reichtum in der Qualität (aber nicht in der Quantität) zeigte sich auf dem Hörspielsektor. Was gab es da nicht alles zu bestaunen! […]

Dietrich Leder: Die Kulturwellen der ARD, epdmedien 47/2022 (online)

Zitiert: Kulturabbau bei den ARD-Radios

Nachdem er (Dietrich Leder) „insgesamt elf Programme über drei Wochen zu unterschiedlichen Tageszeiten eingeschaltet und über längere Strecken angehört“ hat, findet er eine substanzielle Antwort auf die zitierte Frage Buhrows: „Nachts schalten sich die Kulturprogramme schon seit einigen Jahren zusammen. Im Sommer…

Zitiert: Wie der MDR sein Kulturmagazin reformiert

Wir haben uns diese Sendungen ganz genau angesehen und haben uns im Fall des Kulturmagazins „artour“ dazu entschieden, es unbedingt fortzuführen, weil es ein wundervolles Fenster in die vielfältige Kulturlandschaft Mitteldeutschlands ist. Wir werden die Sendung aber auch verändern. So denken wir aktiv darüber nach, wie man über eine Monothematik, die sich dem „artour“-Gedanken unterordnet, mediathekstaugliche Einzelstücke unter dem vorhandenen Label machen kann. Das gehen wir 2022 an und das ist übrigens auch ein Weg, den „ttt“ im Ersten geht. Das Magazin bleibt, aber gleichzeitig gibt es eine Erweiterung.

Jana Brandt, dwdl.de, 22.10.2021 (online)