Zitiert: Warum Journalismus nicht auf jede Bewegung in sozialen Netzwerken reagieren muss

Aber 90 Prozent der Drohungen und Schmähungen stammen von zehn Prozent der Leser, und die 90 Prozent Vernünftigen melden sich selten oder nie. So entsteht ein verzerrtes Bild der öffentlichen Meinung. Über einen Shitstorm bei Facebook oder Twitter liest man auch in seriösen Medien; so wird er Teil des öffentlichen und damit auch politischen Diskurses. Da ist journalistische Verantwortung gefragt. Nur weil ein paar tausend Menschen im Internet auf etwas schimpfen, ist das noch lange kein Grund für Berichterstattung.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)

Zitiert: Die Wahrheit liegt allein in der Wahrheit

Was die Medien falsch gemacht haben, kann man gut an vergangenen Diskussionen um die Klimakrise aufzeigen. Ich habe selbst bis vor wenigen Jahren als Gast in Talkshows erlebt, dass Journalistinnen und Journalisten von »abweichenden wissenschaftlichen Meinungen« zum Thema menschengemachter Klimawandel sprachen. Wie…

Zitiert: Hohe Investitionen in Kommentarbetreuung

Tausende von Kommentaren geben Leserinnen und Leser jeden Tag auf den Newsportalen ab: bei 20 Minuten sind es täglich 12’000, bei Blick und Nau.ch je rund 7000. Damit die Diskussionen nicht entgleisen, investieren die Medienhäuser viel. Eine Übersicht.

Christian Beck, persoenlich.com, 17.08.2020 (online)

Zitiert: Was Wissenschaftsjournalismus ist

Wissenschaftsjournalismus hat mehrere Ebenen: Es gibt den wissenschaftlichen Wissenschaftsjournalismus. Darunter fallen Fachmagazine wie Spektrum der Wissenschaft oder Nature im englischsprachigen Raum. Darunter gibt es dann die Ebene, wo zum Beispiel Terra X angesiedelt ist und wo man sagt: Wir nehmen die Erkenntnisse der Wissenschaftler, aber wir versuchen sie so zu vermitteln, dass das gesamte Publikum sie verstehen kann. Und dann gibt es noch die Ebene, wo man die simpelsten Zusammenhänge erklären muss.

Dirk Steffens, journalist.de, 31.08.2020 (online)