Zitiert: Was in der deutschen Kommunikationswirtschaft fehlt

Wie bestimmen Wirtschafts- und Politikinteressen das Mediensystem, das wir haben? Dieser Ansatz ist in der deutschen Kommunikationswissenschaft ausgestorben (…) Dabei ist die Frage nach der wirtschaftlichen Dimension genau so wichtig, wenn wir heute über Medientransformation und Digitalisierung sprechen. Das wird aber in der wissenschaftlichen und politischen Debatte häufig außen vor gelassen.

Mandy Tröger, taz.de, 04.10.2020 (online)

Zitiert: (Medien)Journalismus muss nicht Personen, sondern Strukturen kritisieren

Ich habe einige Male direkt Personen kritisiert. Doch ich bereue das, denn ich möchte mich lieber auf die Sache konzentrieren: auf Strukturen und Entwicklungen. Ich weiss, wie es ist: In den Redaktionen lässt sich ein Fehler selten auf eine Einzelperson zurückführen, denn die Journalistinnen und Journalisten werden zuweilen gedrängt, etwas zu tun, das zu Fehlern führt. Ohnehin müssen in erster Linie die Medientitel für ihre Outputs geradestehen und nicht einzelne Mitarbeitende.

Rainer Stadler, persoenlich.com, 04.10.2020 (online)

Zitiert: Warum Journalismus nicht mit allen diskutieren muss

Wir müssen als Tatsache anerkennen, dass es eine kleine Gruppe von Menschen gibt, die sich Sachargumenten verschließt. Aus einer naiven pädagogischen Haltung heraus tun wir oft so, als könnten wir Rassisten und Verschwörungsfantasten mit guten Argumenten bekehren. Aber die Realität zeigt, dass das meist nicht funktioniert. Wir verschwenden unsere Zeit, wenn wir sie immer wieder mit Sachargumenten konfrontieren.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)

Zitiert: Medienjournalismus in den Massenmedien wird zunehmend unmöglich

Ich denke, dass Medienjournalismus in den Massenmedien zunehmend unmöglich wird. Vor allem in der Schweiz, denn hier haben wir in den letzten Jahren eine sehr starke Medienkonzentration erlebt. Es gibt faktisch nur noch vier Unternehmen: CH Media, TX Group, Ringier und die…

Zitiert: Warum Journalismus nicht auf jede Bewegung in sozialen Netzwerken reagieren muss

Aber 90 Prozent der Drohungen und Schmähungen stammen von zehn Prozent der Leser, und die 90 Prozent Vernünftigen melden sich selten oder nie. So entsteht ein verzerrtes Bild der öffentlichen Meinung. Über einen Shitstorm bei Facebook oder Twitter liest man auch in seriösen Medien; so wird er Teil des öffentlichen und damit auch politischen Diskurses. Da ist journalistische Verantwortung gefragt. Nur weil ein paar tausend Menschen im Internet auf etwas schimpfen, ist das noch lange kein Grund für Berichterstattung.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)