Zitiert: Kinder und Karriere? Vergiss es.

Sabrina Hoffmann wurde mit Anfang vierzig Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“. […] Was ihr so sehr zu schaffen machte, dass sie schließlich aufgab, sei, schreibt Hoffmann, dass sich bei dem „Experiment ,Mutter von zwei Kleinkindern als Chefredakteurin einer Tageszeitungʻ“ gezeigt habe, „dass Vereinbarkeit…

Zitiert: Die FAZ bekommt ihre erste Herausgeberin

Die Journalistin Helene Bubrowski kehrt zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zurück und übernimmt im Herausgeber-Gremium als Co-Chefin die Leitung der Politik- und Online-Redaktion.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung rückt eine Frau in das Herausgeber-Gremium. Wie die überregionale Zeitung am Montag bekannt gab, wird Helene Bubrowski zum 1. Januar als Herausgeberin gemeinsam mit Berthold Kohler die Politische Redaktion als Doppelspitze führen. Mit Carsten Knop wird sie außerdem die Online-Redaktion leiten.

sueddeutsche.de, 13.04.2026 (online)

Klick-Tipp: Kann man mit Männern leben?

In der Arte-Mediathek ist mit „Die Aussprache“ gerade ein Film zu sehen, der zum Fall Fernandes-Ulmen passt wie kaum ein anderer. […]

Zum ersten Mal fragen sich diese Frauen, denen nicht einmal das Lesen beigebracht wurde, wer sie sein wollen, wie ihr Leben und wie das ihrer Kinder in Zukunft aussehen soll.

„Women talking“ heißt der Film im Original, „Frauen reden“. Man kann das auf zwei Weisen lesen, im Sinne von Geplapper, Tratsch. Hier reden nur Frauen. Und als gesellschaftserschütternden, unerhörten Akt der Revolte. Wenn Frauen sich ehrlich unterhalten, über das Unaussprechliche, dann kann das die Welt ins Wanken bringen.

Kathleen Hildebrand, sueddeutsche.de, 23.03.2026 (online)

Zitiert: Wieder sind die Frauen nichts als „Material“

Sie wurden wie Waren angeboten: In den Epstein Files lässt sich nachlesen, wie Männer über die Mädchen gesprochen haben, die sie missbrauchten. Was die Weltöffentlichkeit jetzt an den Akten fesselt, sind die Täter – das Schicksal der Opfer gerät dabei einmal mehr zur Nebensache. […]

Moralischer Bankrott führt nicht mehr zu gesellschaftlicher Ächtung. Nicht einmal sexuelle Verbrechen sind mehr mit einem Bann belegt, solange der Täter Macht und Unterhaltungswert hat.

Jörg Häntzschel, sueddeutsche.de, 10.02.2026 (online)