Zitiert: Kinder und Karriere? Vergiss es.

Sabrina Hoffmann wurde mit Anfang vierzig Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“. […] Was ihr so sehr zu schaffen machte, dass sie schließlich aufgab, sei, schreibt Hoffmann, dass sich bei dem „Experiment ,Mutter von zwei Kleinkindern als Chefredakteurin einer Tageszeitungʻ“ gezeigt habe, „dass Vereinbarkeit oft so lange befürwortet wird, bis sie von anderen im Arbeitsalltag mitgetragen werden muss“. Das gelte „selbst in Kreisen einer feministischen Medienmarke“. „Unser System“ sei nicht darauf angelegt, eine Mutter von zwei Kleinkindern derart zu unterstützen, dass ihr berufliches Fortkommen nicht leidet. […]

Die Gesetzeslage hat sich ein wenig verbessert, aber das nützt nichts, wenn am Arbeitsplatz, bei Chefs und Kolleginnen und Kollegen Omnipräsenz gefordert ist. Das ist kinder-, frauen- und familienfeindlich und führt für Frauen zu der Gleichung: Kinder oder Karriere.

Michael Hanfeld, faz.net, 09.07.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)