Dokumentiert: Stört die zeitgleiche Videoveröffentlichung den Erfolg der TV-Ausstrahlung?

Ich versuche bei meinen TV-Projekten sogar, die Home-Entertainment-Auswertung noch vor der TV-Ausstrahlung zu schaffen, gern auch nicht nur ein paar Tage. Das Beispiel „Weissensee“ hat doch gezeigt, dass dies funktioniert  und die TV-Quote nicht unter einer vorherigen Videovermarktung leidet. Auch bei meinem letzten Projekt, „Das Adlon“, war zumindest eine DVD-Bestellung vorher möglich und landete zeitgleich zur Ausstrahlung in den Briefkästen. Prompt waren wir eine Woche vor TV-Ausstrahlung auf Platz 1 bei amazon.de. Das schafft man mit einer nachgelagerten Videovermarktung sehr viel schwieriger.“

 

Oliver Berben, Blickpunkt:Film, 50/2013, S. 11

Dokumentiert: New York Film Academy veröffentlichte Statistik zur Geschlechterverteilung im Kino

 

Es wurden die 500 erfolgreichsten Filme aus den Jahren 2007 bis 2012 untersucht. Auf der Leinwand sind nur 30 Prozent der sprechenden Figuren Frauen. 25 Prozent der Frauen in den 500 untersuchten Filmen ziehen sich früher oder später aus, aber nur zehn Prozent der Männer.

 

25 Prozent der Produzenten sind weiblich, neun Prozent der untersuchten Filme wurden von Frauen inszeniert. 15 Prozent der Drehbücher kamen von Frauen. Ungefähr ein Drittel der Frauenrollen erforderte „sexy Outfits“, Nacktszenen mit weiblichen Teenagern stiegen von 2007 bis 2012 um 32 Prozent. Festzustellen war: Es sind deutlich mehr weibliche Charaktere zu sehen, sobald eine Frau Regie führt oder das Drehbuch geschrieben hat. Weiterlesen Dokumentiert: New York Film Academy veröffentlichte Statistik zur Geschlechterverteilung im Kino

Zitat: Der ungarische Film ist so gut wie tot

Der ungarische Film ist derzeit so gut wie tot. Wir hatten ein sehr substanzielles Filmfördersystem. Doch die derzeitige ungarische Regierung hat alles geändert: die Kriterien der Förderung, der Akzeptanz eines Films; natürlich wurden die Funktionäre ausgetauscht.

Es fand praktisch ein Elitenaustausch statt. Aber das System verfügt gleichzeitig über mehr Geld denn je! … Inzwischen sind die Theater zur Bühne für politische Themen geworden – dort wird gewissermaßen zurückgeschlagen. Das Theater übernimmt in Ungarn mehr und mehr die Rolle des Films.

Janos Szász, Berliner Zeitung, 07.11.2013

 

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Fred Breinersdorfer: Verschenkt meine Filme!

Wer Filme im Internet schauen will, lande oft bei illegalen Angeboten, da es oftmals keine legalen Alternativen gibt.  Zwei radikale Lösungsvorschläge offeriert Drehbuchautor Fred Breinersdorfer in der Süddeutschen Zeitung.

Erstens will er seine Filme „dem Staat schenken“.  Er fordert faktisch eine umfassende Zwangslizenz für Filme im Internet. „Das wäre dann eine nicht exklusive Konzession für jedermann, jeden beliebigen Film ins Netz zu stellen und damit Geld zu verdienen – allerdings mit einem wichtigen Zusatz: mit der Verpflichtung, die Rechteinhaber und Urheber angemessen am Umsatz zu beteiligen.“

 

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