Zitiert: Was würden Sie im Kino-/Film-/TV-Markt ändern?

Das Verhältnis von Kreativität zu Kapital: 50:50.

Kein Widerspruch dazu: Stärkung der Produzenten und ihrer Möglichkeit, eigenfinanzierte Filme herzustellen.

Förderung: Trennung von TV- und Kinoförderung, auch im institutionellen Bereich und in der Besetzung von Gremien.

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dort zuallererst im Dokumentarfilmbereich: WIRKLICH ANGEMESSENE HONORARE, keine Prekariatslöhne. Angesichts von mehr als acht Milliarden Euro Gebührenaufkommen fürs öffentlich-rechtliche Rundfunksystem ist diese Forderung mehr als recht und billig.

Dominik Wessely, BLICKPUNKT:FILM 47/2019, S. 76

Frauenanteil im deutschen Film steigt nur in „Babyschritten“

Nach dem 5. Diversitätsbericht des BVR Regie wurde in 2017 nur jeder fünfte Kinofilm (22%) von einer Frau inszeniert. Im Fernsehen führten Frauen in nur 19,8% der ARD-Sendezeit Regie, beim ZDF sind es lediglich 16,9%. Die beiden einzigen Verbesserungen können der Filmmittwoch…

Zitiert: Das Deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft

340 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen der deutschen Filmförderung. Dieser Betrag dient jedoch nicht als Stütze einer fragilen Zeltkonstruktion; er stellt, um im Bild zu bleiben, das komplette Zelt dar. Man könnte auch sagen: Ohne dieses Geld gäbe es keinen deutschen Film. 2017 sahen 28,3 Millionen Kinogänger die 233 deutschen Filme, die insgesamt 244 Millionen Euro einspielten. Mit anderen Worten: Das deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft.

 

Andreas Busche, Tagesspiegel, 08.03.2018 (online)

 Warum Frauen bei der Filmproduktion in Deutschland benachteiligt werden

 

Die FFA hat die „Ursachen der Geschlechterverteilung von Filmschaffenden in Schlüsselpositionen in Deutschland“ von Katharina Hochfeld, Karen Genz, Vivien Iffländer (Center for Responsible Research and Innovation am Fraunhofer IAO), sowie Prof. Dr. Elizabeth Prommer von der Universität Rostock untersuchen lassen und im Februar 2017 veröffentlicht. In ihrer Zusammenfassung stellen sie fest:

 

„In der deutschen Filmbranche arbeiten in den meisten kreativen Schlüsselpositionen mehr Männer als Frauen. Dies wird vor allem in den Bereichen Schnitt, Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera und Ton sichtbar, in denen der Anteil an Männern überwiegt. Während das Geschlechterverhältnis bei der Szenografie ausgeglichen ist, sind Frauen in dem Bereich Kostüm überrepräsentiert. Weiterlesen  Warum Frauen bei der Filmproduktion in Deutschland benachteiligt werden