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Klick-Tipp: Jörg Wagner zieht mit Medienmagazin zu YouTube um

Jörg Wagner wollte eigentlich Fictionfilme machen. Doch nachdem er bei der Marxismus-Leninismus-Prüfung durchgefallen war, kam alles anders. 30 Jahre lang hat er mit seinem Medienmagazin Rundfunkpolitik erklärt und Skandale dokumentiert. Im Podcast spricht er darüber, wie stark Intendanten das Betriebsklima prägen – im RBB herrscht aktuell ein Klima der Angst, verstärkt durch eine Entlassungswelle, die Wagner selbst vor die Tür gesetzt hat. Zum Schluss: eine Medienutopie. Wie könnte der öffentlich-rechtliche Rundfunk anders aussehen?

Sachlich richtig, 31.03.2026 (online)

Zitiert: Die FAZ bekommt ihre erste Herausgeberin

Die Journalistin Helene Bubrowski kehrt zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zurück und übernimmt im Herausgeber-Gremium als Co-Chefin die Leitung der Politik- und Online-Redaktion.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung rückt eine Frau in das Herausgeber-Gremium. Wie die überregionale Zeitung am Montag bekannt gab, wird Helene Bubrowski zum 1. Januar als Herausgeberin gemeinsam mit Berthold Kohler die Politische Redaktion als Doppelspitze führen. Mit Carsten Knop wird sie außerdem die Online-Redaktion leiten.

sueddeutsche.de, 13.04.2026 (online)

Zitiert: Wenn du deine Gegner nicht mit Argumenten besiegen kannst, grab ihnen die Frequenzen ab

Das Radio als Volkshochschule, zur Dämpfung der Bildungsmängel, das war mehr als der Programmauftrag forderte. Das komplementierte den Aufstieg der Sozialdemokratie zur Volkspartei. Und schon bald wurde der Rotfunk-Vorwurf zum anschwellenden Chor konservativer Politiker. „Volksverbundene“ Ministerpräsidenten verteidigten die populäre „Kultur“ gegen die…

Zitiert: Radio als Marktplatz „für alle“

Die Armut an Wellen war der Haupt- und harte technische Grund dafür, dass das Radio, angeschmiegt an die Tagesabläufe, lange noch „an alle“ ging, eine Art Marktplatz der Klänge, Informationen und Meinungen war, auf dem man im Laufe des Tages allem begegnete, und nur durch Abschalten ausweichen konnte. Bildung durch Vielfalt, der man nicht entkommen konnte. Mozart, Caprifischer, Caterina Valente und die Korrespondentenberichte, Stadien, Kneipen, Wissenschaft. Fast alle konnten mitreden über das, was fast alle gehört hatten, so wurde die Brotzeit zum räsonierenden Publikum. Volksgemeinschaft, demokratisch.

Mathias Greffrath, Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 12.04.2026 (online)