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Zitiert: Eine moderne Redaktion muss lernen, ein „Chef“ für die KI zu sein

Wer 40 Jahre lang im Journalismus tätig ist, hat zahlreiche technologische Umbrüche miterlebt. Am Anfang waren da noch die lauten Redaktionsstuben, in denen das Klappern der mechanischen Schreibmaschinen den Takt der Nachrichtenproduktion vorgab. Dann kam der Umbruch zu elektronischen Redaktionssystemen. Es folgte…

Zitiert: Meinungsjournalismus ist ein Angebot zur Erklärung der Welt

Er beinhaltet oft jahrelange Beschäftigung mit und Expertise bei einem Thema, exklusive Zugänge zu Informationen, persönliche Wertvorstellungen von Individuen, denen man Vertrauen entgegenbringen kann. Das ist der Mehrwert von Meinungsjournalismus. Eine von der KI erklärte Welt ist dagegen kein Produkt, das sich…

Zitiert: Warum globale Tech-Konzerne dem deutschen Staat enteilen

Während Algorithmen und Tech-Konzerne die digitale Welt steuern, kämpfen deutsche Behörden mit veralteter IT und langsamen Prozessen. […] Dass politische Systeme langsamer reagieren als digitale Netzwerke, ist zunächst kein Fehler, sondern eine bewusste Eigenschaft demokratischer Ordnungen. Entscheidungsprozesse beruhen auf Konsultation, Kontrolle und Legitimation.…

Zitiert: Warum wir die Schuld so gern auf KI schieben

Ob Jobabbau oder Softwarefehler: Gerne machen wir Algorithmen zum Sündenbock. Doch hinter jeder Entscheidung steht am Ende ein Mensch.

„Die Künstliche Intelligenz kostet Jobs“, „Das war die KI“, „Wir können nichts tun. Der Computer ist schuld“, das sind nur wenige der Ausreden, die oft genutzt werden. Wir verlernen dabei, dass fast ausschließlich menschliche Entscheidungen und Anordnungen die jeweilige Sachlage ausgelöst haben.

Die wohlfeilen Ausreden helfen uns, die persönliche Verantwortung beiseitezuschieben. Es geht nicht um die Frage der Integration der KI in immer mehr Lebensbereiche. Es geht darum, wie wir es tun.

Wassilis Aswestopoulos, Telepolis, 15.06.2026 (online)