Auf Social-Media-Plattformen dominieren meist Entertainment, Trends und Algorithmen das Geschehen auf den Bildschirmen. Doch eine aktuelle empirische Untersuchung bringt nun Bewegung in die medienpolitische Debatte: Nutzerinnen und Nutzer wünschen sich demnach spürbar mehr verlässliche Informationen und journalistische Vielfalt in ihren Feeds. Die Ergebnisse der Landesmedienanstalten zeigen, dass höhere Informationsquoten die Attraktivität der Angebote keineswegs schmälern – und liefern damit starken Rückenwind für neue gesetzliche Vorgaben. […]
Das zentrale Resultat der Studie überrascht: Bereits ab einem Informationsanteil von zehn Prozent bewerteten die Teilnehmenden ihren Feed als deutlich informativer sowie thematisch vielfältiger. Ein Einbruch der Nutzungszufriedenheit war selbst bei einem Info-Anteil von 30 Prozent nicht zu beobachten. […]
Sollten die Bundesländer die Einführung einer festen Informationsquote als geeignetes Regulierungsinstrument im künftigen Digitale-Medien-Staatsvertrag verankern wollen, sprechen die Daten für einen Richtwert zwischen zehn und 20 Prozent.
Manuel Weis, digitalfernsehen.de, 05.10.2026 (online)
Studie: Wie wirkt sich eine Quote von Informationsinhalten auf die Nutzungszufriedenheit bei Kurzvideo-Feeds aus? (pdf)

