Zitiert: Absurde Gespräche

Ähnlich absurd kam mir das Gespräch vor, das Julia Jäkel und Tom Buhrow neulich in der »Zeit« über Fehler und Aufgaben des öffentlichrechtlichen Rundfunks führten, zwei Journalisten, die Topmanager deutscher Medien wurden. Die andere Seite des Schreibtischs ausprobieren, sagt man gern. Es kam mir vor, als sprächen zwei Mitglieder der Olsenbande für den Ethikrat. Die Leute, die sich in der Offentlichkeit um den bedenklichen Zustand des deutschen Journalismus sorgen, haben ihn oft selbst hergestellt. (Paid)

Alexander Osang, spiegel.de, 14.10.2022 (online)

Zitiert: Der Gegenkulturauftrag

Öffentlich-rechtliches Radio ist europäische Kulturgeschichte. Es hat mitgeholfen, unsere Gesellschaft zu demokratisieren – und trotzdem wird es seit Jahrzehnten zum Alltagsgeräusch kastriert. … Seit Jahrzehnten wird öffentlich-rechtliches Radio, unter Federführung von Consultingfirmen, zum pragmatisierten Alltagsgeräusch kastriert. Das Schöne und Spannende und Sinnvolle…

Zitiert: ARD schafft auch im Netz Vielfalt

Im letzten Jahr hat die ARD in ‚Eckpunkten zur Personalisierung‘ formuliert: „Anders als alle kommerziellen Anbieter müssen wir unseren Nutzer*innen nichts mehr verkaufen, anders als viele kommerziellen Anbieter verdienen wir nichts mit ihren Daten, anders als einige kommerzielle Anbieter haben wir keinen Content, der unseriös oder jugendgefährdend ist. Und wir binden Nutzer*innen nicht durch das gezielte Bedienen vorhandener Meinungen und Emotionen, was auf anderen Plattformen zu den vielzitierten „Filterblasen“ führt. Vielmehr gehört es zu unserem Grundversorgungsauftrag, Vielfalt herzustellen.“

Tanja Hüther leitet das Distributionsboard der ARD, tagesspiegel.de, 17.6.2022 (online)

ARD plant einen Relaunch der Wissensdokumentationen

Björn Wilhelm verrät, dass die ARD in 2023 einen Relaunch der Wissensdokumentationen plant: „Das wird ein Hybrid aus einer sehr reportagigen, unterhaltsamen, launigen Spurensuche nach Erkenntnissen und gleichzeitig lernt man was und wird hoffentlich etwas klüger. Ist das Unterhaltung oder Bildung?“

Jörg Seewald, faz.net, 20.10.2022 (online)

„White Noise“ wird auf Streamingdiensten millionenfach abgerufen

Nichts passiert in diesen Tracks, die millionenfach angehört werden. Es gibt keine Beats, keine Melodie und erst recht keinen Gesang. Stattdessen Klanglandschaften aus Wasserplätschern und Lagerfeuergeprassel, es brummt und zischt, zirpt und wabert. Der Erfolg ist schnell schlüssig erklärt. Wenn die Kakofonie…