Zitiert: Journalismus muss auch gewichten

Es ist ambivalent: Für Verbrechen wie in Mannheim, Solingen, Magdeburg, Augsburg muss man gehörig psychisch wirr sein, um sie begehen zu können. Zugleich billigt die Psychiatrie stark neurotischem Handeln noch durchaus Rationalität und Steuerungsfähigkeit zu. Sprich, die vermeintlich politischen Motive können durchaus eine Rolle gespielt haben. Und mit dieser komplizierten Diagnose wird nach Hirneslust wurschtig umgegangen. So entsteht der Eindruck, dass deutsche Verbrecher psychisch krank, migrantische politisch motiviert seien. Die Gewichtung kennt jedoch niemand wirklich, und also gehört beides jeweils ermittelt und gemeldet.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 09.03.2025 (online)

Zitiert: Es gibt keinen Regierenden, der von der Pressefreiheit begeistert wäre

Selbstverständlich folgt, um im Lande zu bleiben, ein Bundespräsident oder Kanzler allfälligen Einladungen in Zeitungsverlage, spricht bei Jubiläen, feiert ausgiebig die „vierte Gewalt“, bezeichnet die Arbeit der Journalisten und Reporterinnen als unabdingbar, sogar wesentlich für die Demokratie, aber natürlich ist ihm jede…

Zitiert: Wie Rechtsextreme versuchen Meinungsumfragen zu beeinflussen

Das Projekt gibt es bereits länger, allerdings wurde es bisher kaum beachtet. Schon vor einigen Jahren brachte Identitären-Anführer Martin Sellner die Initiative „Club Pressekritik“ mit an den Start. Dahinter steckt ein rund 460 Personen starker Telegramkanal, wo vorgegeben wird, wie und welche…

Medien behandeln unschuldige Kriegsopfer sehr unterschiedlich

Seit Präsident Donald Trump die Medien in Atem hält, fallen relevante Informationen noch mehr als sonst unter den Tisch. […] Medien müssen über zivile (und militärische) Opfer als Folge von Kriegen informieren. Allerdings können Opferberichte dazu dienen, einseitig Emotionen zu schüren. Kinder,…

Zitiert: RBB-Bericht zum Fall Gelbhaar landet doch noch nicht im Programmausschuss

Laut einem Schreiben an den Programmausschuss des Senders, das dem KNA vorliegt, hat Intendantin Ulrike Demmer „mitgeteilt, dass sie sich aufgrund von gesetzlichen Vorgaben und aus arbeitsrechtlichen Gründen heute Abend noch nicht zum Bericht äußern könne.“ Dies betreffe auch Vertreter der Untersuchungskommission, heißt es weiter. Der RBB hatte neben Deloitte den Ex-Investigativ-Chef des NDR, Stephan Wels, mit der Untersuchung beauftragt. Der Bericht soll bereits am vergangenen Montag im RBB eingegangen sein.

Tim Gieselmann, turi2.de, 11.03.2025 (online)