Kosten Fernseh-Vorabendprogramm einschließlich ARD-Sportschau

„Das Fernseh-Vorabendprogramm, montags bis samstags von 17.50 bis 20.00 Uhr, ist seit 1993 ARD-weit harmonisiert und wird von den ARD-Anstalten gemeinsam finanziert. Eigenständige Regionalprogramme werden im Ersten nicht mehr ausgestrahlt. Das Vorabendprogramm wurde – mit Ausnahme der Sportschau – von den ARD-Werbegesellschaften…

Zitat: NDR-Fernsehspielchef steht auf Quote

Christian Granderath: “Wenn du eine ambitionierte Primetime-Serie produzierst und sie hat einen Marktanteil von unter zehn Prozent, ist das kein Erfolg, sondern das Gegenteil … Warum sollte ich eine teure Serie machen, die drei Millionen Zuschauer hat, wenn ich auch eine günstigere machen kann, die sechs Millionen erreicht?“

 

Was aus seiner Sicht richtig sein mag, verhindert modernes Fernsehen, schreibt David Denk in der Süddeutschen Zeitung.

 

Süddeutsche Zeitung, 19.04.2016 (online)

Netflix plant bei 30 Original-Serien vier mit europäischem Hintergrund

Brian Pearson ist bei Netflix für die internationalen Eigenproduktionen zuständig.

„Von etwa 30 geplanten oder schon fertigen Netflix-Originals-Serien spielen nur vier in Europa. Bei den Anwesenden macht das Bild vom „cherry picking“ die Runde, Netflix suche sich die Rosinen aus dem Kuchen raus. Und davon können nur wenige Produzenten leben“, berichtet David Denk von einer Tagung der Südtiroler Filmförderung IDM.

 

David Denk, Süddeutsche Zeitung, 19.04.2016 (online)

Michael Konken fordert „Haushaltsabgabe“ für Print- und Online-Medien zu nutzen

„Ich war immer ein Streiter dafür, den Journalismus anders zu finanzieren. Wohlgemerkt: Den Journalismus, nicht die Verlage. Das Geld muss bei den Journalisten landen. Wir werden in den nächsten Jahre über eine Finanzierung nachdenken müssen, die außerhalb der Verlage läuft. Ich habe die „Haushaltsabgabe“ für Print- und Online-Medien gefordert, die staatsfern sein muss.  Das ist gewiss schwierig, es bedarf dafür auch Gesetzesänderungen. Aber ich meine, es ist hinzubekommen, von der jetzigen Haushaltsabgabe einen Teil für Print- und Online-Journalismus vorzusehen.“

 

Planetinterview, 18.04.2016, weiterlesen (online)

Mediennutzung junger Menschen noch weitestgehend klassisch verhaftet

Sabine Feierabend, Walter Klingler und Irina Turecek haben die Studie Massenkommunikation im Langzeitvergleich dahingehend ausgewertet, wie sich das Mediennutzungsverhalten der Altersgruppe der 14 bis 29 jährigen verändert hat. Viele glauben und schreiben diesbezüglich, dass diese Altersgruppe kaum noch die klassischen Medien nutzt und vor allem Angebote aus dem Internet mobil nutzt. Die in der Studie Massenkommunikation über die Jahre hinweg erhobenen Daten können dies jedoch so nicht bestätigen. Weiterlesen Mediennutzung junger Menschen noch weitestgehend klassisch verhaftet