Zitiert: Warum Journalismus nicht mit allen diskutieren muss

Wir müssen als Tatsache anerkennen, dass es eine kleine Gruppe von Menschen gibt, die sich Sachargumenten verschließt. Aus einer naiven pädagogischen Haltung heraus tun wir oft so, als könnten wir Rassisten und Verschwörungsfantasten mit guten Argumenten bekehren. Aber die Realität zeigt, dass das meist nicht funktioniert. Wir verschwenden unsere Zeit, wenn wir sie immer wieder mit Sachargumenten konfrontieren.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)

Zitiert: Medienjournalismus in den Massenmedien wird zunehmend unmöglich

Ich denke, dass Medienjournalismus in den Massenmedien zunehmend unmöglich wird. Vor allem in der Schweiz, denn hier haben wir in den letzten Jahren eine sehr starke Medienkonzentration erlebt. Es gibt faktisch nur noch vier Unternehmen: CH Media, TX Group, Ringier und die…

Zitiert: Warum Journalismus nicht auf jede Bewegung in sozialen Netzwerken reagieren muss

Aber 90 Prozent der Drohungen und Schmähungen stammen von zehn Prozent der Leser, und die 90 Prozent Vernünftigen melden sich selten oder nie. So entsteht ein verzerrtes Bild der öffentlichen Meinung. Über einen Shitstorm bei Facebook oder Twitter liest man auch in seriösen Medien; so wird er Teil des öffentlichen und damit auch politischen Diskurses. Da ist journalistische Verantwortung gefragt. Nur weil ein paar tausend Menschen im Internet auf etwas schimpfen, ist das noch lange kein Grund für Berichterstattung.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)

Zitiert: Die Wahrheit liegt allein in der Wahrheit

Was die Medien falsch gemacht haben, kann man gut an vergangenen Diskussionen um die Klimakrise aufzeigen. Ich habe selbst bis vor wenigen Jahren als Gast in Talkshows erlebt, dass Journalistinnen und Journalisten von »abweichenden wissenschaftlichen Meinungen« zum Thema menschengemachter Klimawandel sprachen. Wie…