Zitiert: Vorwärts in die Vergangenheit

Die großen Techvisionen stagnieren. Geht wenigstens das digitale Entertainment neue Wege? Netflix, Spotify und Co. waren mal angetreten, alles zu ändern – orientieren sich nun aber eher am Gestrigen. …. Das ehemals neuartige und distinguierte Binge-Watching verwässert zurück zum getakteten Allerlei – und damit zum linearen Fernsehen. …. Auch der Audio-Gigant Spotify wirbt dieser Tage für ein angeblich revolutionäres Konzept: „Eine neue Audio-Erfahrung, die Ihnen Gespräche und Musik in einer nahtlosen Sendung liefert“, heißt es aus der Firmen-PR. Künftig müsse sich der Nutzer also nicht mehr zwischen Podcast und Musik entscheiden.

Quentin Lichtblau, sueddeutsche.de, 18.10.2020 (online)

Zitiert: Radio braucht Frequenzen mehr als Internet

Der Rundfunk und der Beitrag sollen allen Menschen freien und unregulierten Zugang ermöglichen. DAB+ ist ein kostengünstiger, frei zugänglicher und unkomplizierter Verbreitungsweg mit einer sehr weitgehenden Abdeckung aller Regionen. So unkompliziert, dass er bei der Alarmübung im Rahmen des Katastrophenschutzes im vergangenen…

Zitiert: Lockdown führt in der Kultur zu einem Strukturwandel hin zu stärkerem Konformismus

Die Kulturbranche fiel im Lockdowndiskurs als schnöde Freizeitaktivität oft unter den Tisch. Zu Unrecht, denn ihr ökonomisches Gewicht ist beachtlich. In dem Monitoringbericht „Kultur- und Kreativwirtschaft 2020“, gerade herausgegeben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, rangiert sie mit einer Bruttowertschöpfung von etwa…

Zitiert: Ist Gendern der „Tod der Sprache“?

Es war ein kleines Experiment am vergangenen Montag, dem Internationalen Frauentag: In der gesamten ZiB2 waren keine männlichen Mehrzahlformen zu hören. Ganz am Ende der Sendung erklärte ich es kurz: „Männer waren mitgemeint.“

Bis dahin war es niemandem aufgefallen: Kein einziges Mail, kein Tweet, keine Facebook-Reaktion. Ganz anders ist es, wenn ich in der Sendung „gendere“, also ein Mehrzahlwort wie Politiker*innen spreche – mit einer kurzen Pause, weil man das „Gendersternchen“ selbst ja nicht sprechen kann. Also: Politiker innen.

Armin Wolf, Blog, 11.03.2021 (online)

ARD, ZDF und Deutschlandradio: Solidarische Integration und Staatsferne

Der Hamburger Kultur- und Mediensenator Carsten Brosda (SPD) nannte bei dem Colloquium „solidarische Integration als Grundlage gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit“ als künftige Antwort auf die Frage, warum es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiterhin brauche. Diese Diskussion sei zuletzt vernachlässigt worden, nachdem die ursprüngliche Begründungsgrundlage, Knappheit…