Zitiert: Transparenzregeln für ORF-Gehälter

In einem jährlichen Bericht muss der ORF künftig die Gehälter des Managements vom Generaldirektor (geschätzt: rund 360.000 Euro) bis zu den Geschäftsführern von Tochtergesellschaften offenzulegen. Er muss in dem Bericht anführen, jeweils wieviele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu 50.000, bis 75.000, bis…

Zitiert: Verleger haben ihre eigentlichen Wettbewerber übersehen

Die österreichischen Verleger kenne ich kaum. Die Schweizer Verleger ihrerseits haben zwanzig Jahre zu spät gemerkt, dass ihre eigentlichen Wettbewerber Google und Co sind und nicht das öffentliche Medienhaus. Globale Plattformen haben das Geschäftsmodell der Verleger zerstört, aber ihr Feindbild bleibt der ORF, in meinem Land die SRG. Doch inzwischen dämmert es einigen Verlegern, dass sie sich auf einem Nebenkriegsschauplatz verkämpfen. Das hat die Debatte leicht entspannt. Illusorisch und anachronistisch ist die Vorstellung, die Schwächung der öffentlich-rechtlichen Medien werde die privaten Medien wesentlich stärken.

Roger de Weck, derstandard.at, 29.04.2023 (online)

Zitiert: Passen Finanzausstattung und Leistung zusammen?

Aber auch ein Rundfunk, der zehn Euro im Monat kostet, kann zu teuer sein und keine Akzeptanz finden, wenn die Leistung dazu nicht stimmt. Die Frage ist immer, passen Finanzausstattung und Leistung zusammen. Insofern müssen diese Frage die Länder beantworten, wenn sie festlegen, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk leisten soll – und wie föderal er in Deutschland sein soll. Daraus folgt dann, was er kostet.

Martin Detzel, sueddeutsche.de, 25.04.2023 (online)

Zitiert: Unabhängigkeit heißt, dass man sich von keinem einbinden lässt

Von den Anstalten, von der Politik und von anderen Betroffenen wird in vielfältiger Form versucht, die KEF in die eigene Sichtweise einzubinden, um es mal so zu formulieren. Unabhängigkeit heißt, dass man sich von keinem einbinden lässt. Auch wenn man dann damit leben muss, dass wahrscheinlich niemand vollkommen zufrieden ist – aber dann hat die KEF eine gute Arbeit gemacht.

Martin Detzel, sueddeutsche.de, 25.04.2023 (online)

Zitiert: 85 Prozent der Welt kommen in deutschen Medien kaum vor

Die übergroße Anzahl der Menschen leben im Globalen Süden. Trotzdem spielt dieser Raum in Medien oft kaum eine Rolle. Eine Studie legt Missstände auf und liefert Fakten zu Leitmedien. Nachrichten aus den Ländern des Globalen Südens fristen eine Randexistenz in der Berichterstattung…