Zitiert: Wirkung sozialer Medien auf die Wahlentscheidung wird überschätzt

Der Anteil an der Wahlentscheidung, für den Medien allgemein oder soziale Medien im Speziellen allein verantwortlich sind, ist sehr klein. […]

Wenn man nur über die angeblich demokratiezersetzende Wirkung von Social Media spricht, verstärkt das die Demokratieverdrossenheit und hat vielleicht für die Demokratie eine schädlichere Wirkung als die Social-Media-Diskurse selbst.

Jana Ballweber, kress.de, 09.01.2025 (online)

Zitiert: Wahlabend – Grillen am falschen Ort

Dieses immer gleiche insistierende Befragen der kritischen Journalisten (mehr w als m) ist aber ein Grillen am falschen Ort. Die Parteivertreter sollen sofort sagen, wie sie sich künftige, völlig neuartige, also schwierige Koalitionen vorstellen. Und natürlich können sie dazu noch nichts sagen.…

Zitiert: Das ehrliche Wahlergebnis

Nichtwähler hätten eine riesige Macht, wenn sie wählen gehen würden. Das ist ein Gedankenexperiment. Was, wenn die Stimmen der Nichtwähler nicht verloren wären. Was wäre, wenn die Nichtwähler eine eigene Partei wählen würden? Sie wären die mit Abstand stärkste Partei und reduzieren das Ergebnis aller anderen Parteien – auch das, der AfD.

katapult-magazin.de, 13.06.2024 (online)

Zitiert: Wie der AfD-Wahlzuspruch erklärt werden kann

Wenn bei einer Wahl derzeit in allen ostdeutschen Bundesländern die AfD die stärkste Partei werden würde, würde diese Situation mehr oder minder offen damit in Verbindung gebracht, dass die Ostdeutschen vor 1989 in einem totalitären Staat lebten, der wiederum aus einem totalitären Staat hervorgegangen war, was in der Mentalität der Ostdeutschen tiefe Spuren hinterlassen habe. Eine andere Erklärung, der ich, wenn auch nicht ausschließlich, zuneige, hält diese Wahlerfolge der AfD für eine Folge der Erfahrungen der Ostdeutschen nach 1989, also für eine Folge ihrer Erfahrungen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung.

Thomas Oberender, berliner-zeitung.de, 02.10.2023 (online)  

Zitiert: Welchen Einfluss hatten denn nun Social-Media-Bots, PR-Agenturen aus London, der Russen und Chinesen oder Fake News auf die Bundestagswahl

Die Wahllokale schlossen, außer natürlich in Berlin. Die Prognose auf Grundlage der Nachwahlbefragungen bestätigten weitgehend die Wahlumfrage der Demoskopen, was man immerhin erwähnen sollte. Schließlich werden sie ansonsten gerne gescholten, wenn sie einmal daneben liegen. Der Einfluss automatisierter Social-Media-Bots, vermeintlich omnipotenter PR-Agenturen aus London, der Russen und Chinesen oder von Fake News auf das Wahlergebnis spielten keine Rolle. Alles vergessen, selbst bei den ansonsten viel beschäftigten Faktenfindern. Vielmehr waren die Medien mit den Erklärungen der Parteien über das sich abzeichnende Wahlergebnis beschäftigt.

Frank Lübberding, faz.net 27.09.2021 (online)