Zitiert: Zur Kommunikation der öffentlich-rechtlichen Sender

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender tun sich immer wieder schwer damit, professionell über ihre eigene Arbeit zu kommunizieren. Das beginnt bei Jahresabschlüssen, die heimlich, still und leise und ohne begleitende Pressemitteilung ins Internet gestellt werden und endet bei Aufsichtsgremien, die die Vorlagen, über…

Zitiert: Was tun die Sender selbst zur Erhöhung ihrer Akzeptanz in der Gesellschaft?

Leider nicht genug, muss man konstatieren. Zwar werden mittlerweile allerhand Zahlen auf „Transparenzportalen“ ins Internet gestellt, aber die Suche danach auf den Seiten der Anstalten gleicht oft der sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Jahresabschlüsse werden von den Pressestellen oft nicht vernünftig kommuniziert, obwohl dies doch oberste Priorität haben müsste. Manchmal gibt es gar keine Pressemitteilungen dazu, manchmal nur welche  mit wenigen, ausgewählten Zahlen, so dass aufwendige Nachrecherche erforderlich ist.

Michael Ridder, epd medien 1-2/2019, S. 6 (nicht online) 

Medientransparenzgesetz in Österreich

Das Gesetz verlangt, dass mehr als 5000 Stellen und Firmen der Medienbehörde melden, wie viel sie periodischen Medien für Werbung überwiesen haben. Mit einigen Ausnahmen – weniger als 5000 Euro Buchungsvolumen pro Quartal und Medieninhaber sind ebenso wenig zu melden wie Werbung auf Zeitungsentnahmetaschen.

Zum Gesetz (online)

Zitiert: Fehlende Transparenz bei ARD und ZDF

„Es ist weiterhin unklar, wie viel der deutschen Rundfunkbeitragsgelder ins Programm fließen und wie viel in Verwaltung und Pensionsrückstellungen, wie viele Millionen Euro die Experten bei Sportübertragungen für wenige Stunden Arbeit erhalten und warum rechercheintensive Dokumentationen nicht ins Schaufenster der Primetime gestellt werden.“

Lutz Hachmeister, Till Wäscher: Die deutsche Medienindustrie löst sich auf. In: Funkkorrespondenz 2-3/2017, S. 11; Nachdruck des Einleitungskapitel von: Lutz Hachmeister, Till Wäscher: Wer beherrscht die Medien. Verlag Herbert von Halem)

Zitat: ARD will mit Hilfe von Paul Kirchhof bis Jahresende Gesamtkonzept zur Transparenz vorlegen

„Kirchhof solle bei der rechtssystematischen Einordnung helfen, wo die ARD offener werden könne und wo Grenzen lägen. Als mögliche Bereiche für mehr Transparenz nannte die ARD-Vorsitzende die Themen Vergütungen, Vergabe von Aufträgen und journalistische Transparenz über das Zustandekommen von Nachrichten.

Der Senderverbund wolle ein Gesamtkonzept zur Transparenz erarbeiten und die einzelnen Bereiche nicht nacheinander abarbeiten, erklärte Wille. Bis Ende des Jahres wolle der Sendeverbund die Diskussion dazu geführt haben“

 

Epd, 14.09.2016 (online)