Zitiert: Staatsnähe bzw. Politikabhängigkeit oder Parteipolitisierung der Gremien

Was Brautmeier tatsächlich meint, ist Parteipolitisierung. Sie bezeichnet einen sehr komplexen Prozess, in dem sich die politischen Parteien möglichst viele andere Gruppen und Kräfte der Gesellschaft (Gewerkschaften, Kirchen usw.) und möglichst viele Personen (Prominente, Chefs usw.), die nicht ihre Mitglieder sind, ‘anverwandeln’. Manche sagen auch: sich einverleiben. Besonders anschaulich wird dies etwa bei Personalentscheidungen, die dann in der Regel zugunsten der einen oder anderen Partei ausfallen. Ein wesentliches Ziel ist, dass eine Partei auch dort Mehrheiten schafft, wo sie auf dem Papier in der Minderheit ist.

Doch der Versuch einer Parteipolitisierung etwa der Gremien der Rundfunkaufsicht wäre chancenlos, wenn es nur auf die Parteien und deren Willen ankäme. Sie gelingt nur, wenn sich auch diejenigen gesellschaftlichen Gruppen und Kräfte, die es unabhängig von Parteien gibt und für die man nicht zufällig die doppelbödige Sammelbezeichnung ‘Die Grauen’ erfunden hat, nicht förmlich, aber faktisch mit dem jeweiligen Parteiwillen verbinden. Auch zur Parteipolitisierung gehören immer zwei. Weiterlesen Zitiert: Staatsnähe bzw. Politikabhängigkeit oder Parteipolitisierung der Gremien

Zitiert: Warum man von Service-public-Medien nicht direkt profitieren muss

Service-public-Medien bieten eine kommunikative Infrastruktur, von der wir alle profitieren – egal, ob wir das Medienangebot häufig, ab und zu oder gar nicht nutzen. Denn Service-public-Medien bieten in vielerlei Hinsicht einen messbaren Mehrwert für die ganze Gesellschaft. Das lernen wir aus den empirischen Studien. Eine Annahme der No-Billag-Initiative würde nicht nur das Mediensystem schwächen, sondern die Gesellschaft insgesamt.

Auf die Frage «Warum soll ich für etwas bezahlen, was ich nicht nutze?» lässt sich eine klare Antwort geben: weil es Ihnen trotzdem nützt.

 

Mark Eisenegger und Linards Udris, republic.ch, 15.2.2018 (online)

Zitiert: Verlagsprobleme hausgemacht

Eine Untersuchung der Universität Oxford zeigt, was Verlagen derzeit am meisten Sorgen bereitet – nämlich nicht die vorgebliche Übermacht der großen Internetkonzerne aus den USA, sondern Probleme, die ihre Wurzel im eigenen Haus haben. „Dafür, dass so viel über Veränderung geredet wird, findet erstaunlich wenig Veränderung statt.“ Die Gründe dafür seien hausgemacht; Egoismus und mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter zum Wandel.

 

Christoph Fuchs, sueddeutsche.de, 09.01.2018 (online)

Video: Wie man öffentlich-rechtlichen Rundfunk gut verteidigen kann

Der Zuger Kabarettist Michael Elsener, bekannt als Imitator von hiesigen Bundesräten, Roger Federer oder Christa Rigozzi, hat ganz aus eigener Motivation und ohne Absprache mit Polit- oder Kampagnenbüros, einen Videohit gelandet. Am 24. Dezember hat er auf seiner Facebookseite einen gut achtminütigen Beitrag aufgeschaltet, in dem er sich auf witzig-unterhaltsame Weise mit der No-Billag-Initiative auseinandersetzt und ein Nein empfiehlt.

 

Video

 

Luzerner Zeitung, luzerner-zeitung.ch, 06.01.2018 (online)

Zitiert: Ist Streaming Rundfunk

„Das grundlegende Verfassungsgesetz stellt auf den technischen Rundfunkbegriff ab. Rundfunk ist eine Punkt-zu-Multipunkt-Übertragung, wobei die Zahl der gleichzeitig versorgbaren Empfänger praktisch unendlich ist. Die vom ORF genutzten Streamingverfahren sind hingegen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und damit kein Rundfunk. Die Server können immer nur eine begrenzte Zahl von Empfängern versorgen“, stellt heise.de fest.