Zitiert: öffentlich-rechtliches Radio muss Abbild einer diversen Gesellschaft sein

Für diese Vielfalt an Menschen und Interessen muss das Radio, zumal das öffentlich-rechtliche, Antworten finden. Entscheidend wird sein, diese Vielfalt und Verlässlichkeit auch in einem personalisierten, digitalisierten Audioangebot zu ermöglichen, das nur noch rudimentär etwas mit dem eigentlichen Antennenradio zu tun hat. Am Ende ist es dann auch die große Chance des Radios, dass die Summe der Wirs, die sich vor diesem akustischen Lagerfeuer versammeln, ein Abbild einer diversen Gesellschaft ist und ein Pfeiler der Demokratie.

Anke Mai, Programmdirektorin Kultur beim SWR, epd medien, 32/2020

Zitiert: Multipolar statt dual

Die Trennung zwischen den unterschiedlichen Mediengattungen gibt es längst nicht mehr. Das duale Rundfunksystem ist aufgrund des neuen großen Mitspielers Internet nicht mehr dual, sondern ein multipolares System geworden.

Daphne Wolter, Konrad-Adenauer-Stiftung, Arbeitsheft 366, September 2019 (Download)

Zitiert: Viele Radio-Programme hätte man vor 20 Jahren als düstere Radioprogrammparodie empfunden

Radio ist für mich das Sinnlichste aller Medien. Es kann bodenständiger und gehaltvoller als Fernsehen sein, es ist entspannter und im Idealfall detailverliebter als andere Medien (…) Ich bin fasziniert von dem, was in den Sechzigern und Siebzigern in der Radiolandschaft passiert…

Zitiert: Warum Sparen beim Radio kaum Sinn macht

Dass man beim Radio Geld einsparen kann, was beim Fernsehen verpulvert wird, war im Übrigen schon immer eine Illusion. Denn vom Etat einer einzigen Folge einer halbstündigen Vorabendserie könnte man etwa fünf Hörspiele produzieren. Mal sehen, wie viele Hörspiele der deutschsprachige Rundfunk im Jahr 2019 schafft.

Jochen Meißner, Medienkorrespondenz 7/2019, S. 9 (nicht online)