Zitiert: Medien blenden „russische Sicht“ aus

Lügt Putin? Wir können es nicht wissen. Wir wissen aber, dass man sich selbst schadet, wenn die Positionen von Gegnern schief, falsch oder gar nicht wiedergegeben werden, da lagegerechtes Handeln nur auf der Grundlage umfassender Sachkenntnis möglich ist. Die Beurteilung, ob Gesagtes wahr, falsch oder gelogen ist, muss in einer freiheitlichen Ordnung Sache der Bürger sein. Kein gutes Zeichen ist es daher, dass die deutschen Medien zu Ausführungen zur russischen Sicht des Krieges so gut wie nichts berichten, wenn man von einigen in das eigene Deutungsschema scheinbar passenden Zitat-Häppchen absieht.

Hellmut Hoffmann, berliner-zeitung.de, 20.07.2025 (online)

Zitiert: Medien erbringen nicht die notwendige Übersetzungsleistung

Im Alltag geht es darum, ab wann ein Schwangerschaftsabbruch nicht mehr erlaubt ist, ob er überhaupt erlaubt ist und unter welchen Bedingungen. Aber in den juristischen Argumentationen geht es oft um grundsätzlich andere logische, systematische und dogmatische Grundfragen. Das ist eine andere…

Zitiert: Ab in die Unsichtbarkeit bei META

Als sie auf Instagram Werbung schalten wollen, werden ein Münchener Theater und eine queere Galerie in Hamburg plötzlich abgelehnt. Der Grund: Ihre Kunst sei zu „politisch“. Das Problem haben inzwischen einige Veranstalter. Was steckt dahinter? […]

Meta kopiert einen beliebten Spielzug der US-amerikanischen Rechten: Was nicht ins Weltbild passt, wird für „politisch“ erklärt – und verschwindet. Sind das die ersten Wellen des großen Kulturwandels von Übersee? „1984“ ist seit vergangenem Jahr an Floridas Schulen verboten.

Thore Rausch, sueddeutsche.de, 20.07.2025 (online)