Seitenwechsler: Vom Politikjournalismus zum Politikberatungsjournalismus

Natürlich dürfen sich Kolleg*innen darüber freuen, wenn sie Regierungssprecher*innen werden. Mir wird nur etwas mulmig bei all den sehr euphorischen Glückwünschen. Als sei es der ultimative journalistische Karriere-Erfolg, für die Regierung sprechen zu dürfen. Hoffe nicht! Georg Restle, Twitter, 17.12.2021 (online) Früher…

Zitiert: Zusammenhang zwischen Medien- und Systemvertrauen

Dabei zeigt sich, dass Medienvertrauen in einem deutlichen Zusammenhang mit der generellen Unzufriedenheit mit dem politischen System und der Wahrnehmung einer geringen politischen Wirksamkeit steht. Je stärker die Zweifel am politischen System sowie das Gefühl der eigenen Wirkungslosigkeit ausgeprägt sind, umso kritischer ist das Bild von der Berichterstattung in den klassischen Medien. …

Je stärker die Zweifel am politischen System sowie das Gefühl der eigenen Wirkungslosigkeit sind, umso kritischer ist auch das Bild von der Berichterstattung in den klassischen Medien.

Birgit van Eimeren, Erk Simon, Andreas Riedl, Media Perspektiven 11/2017 (online)

Zitiert: Spiegel war nie ein „Sturmgeschütz der Demokratie“

Der Blick auf Tatsachen ist immer der Blick für Details, für Einzelheiten. Der „Spiegel“ half beim Zivilisationsprozess der Bundesbürger. Er weckte und fütterte ihre Neugierde für die Vorgänge im politischen Alltagsgeschäft, und er gewöhnte sie daran, dass man dabei auch rücksichtslos vorgehen…

Zitiert: DFF Mitte 1990 – finanziell intakt, leistungsfähig, modern

Mitte 1990 steht der Sender als finanziell intakte, leistungsfähige, moderne und motivierte Anstalt gut da. Als Chronist der Wende hat man sich offenkundig vom Stigma des Partei- und Staatsfunks befreit, wenn die Nachrichtensendung Aktuell und das Jugendjournal elf99 Einschaltquoten jenseits der 40…

Zitiert: Warum der DDR-Rundfunk vor 30 Jahren abgewickelt werden musste

Was für die ARD noch wichtiger sein dürfte: Man kann die Landesanstalten West mit ihren verkrusteten Proporzapparaten konservieren. WDR, NDR, BR oder SDR sind als Aufbaupaten Ost gefragt. Wer sollte es wagen, während einer wahrlich „historischen Transformation“ deren Reformstau zu beklagen? Die…