Zitiert: Kein Journalist muss seine Meinung verkaufen

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Frei ist, wer reich ist“, hatte Sethe formuliert. Und weil meistens nur diese zwei Sätze aus der viel umfangreicheren Argumentation Sethes zitiert werden, ist hier der Rest: „Journalisten, die diese…

Zitiert: Journalismus ist etwas Anderes, als abzubilden, was „die Menschen im Land bewegt

In einer Hinsicht hat das Büchlein aber durchaus Erkenntniswert, denn es führt vor Augen, wie wenig sich Redaktionen der eigenen politischen Rolle qua „Agenda-Setting“ bewusst zu sein scheinen. So vertreten unsere Talkmasterinnen und Talkmaster in mehreren zitierten Gesprächen die naive Ansicht, lediglich…

Zitiert: Kalle Ruch ist einer der ganz großen deutschen Verleger

Verleger waren einflussreiche Personen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Auch Kalle Ruch, obwohl – nein, weil er alles anders machen musste. … „Frei ist, wer reich ist. Das ist nicht von Karl Marx, sondern von Paul Sethe. Aber richtig ist es trotzdem. Und da Journalisten nicht reich sind, sind sie auch nicht frei“, hatte Sethe 1965 postuliert. Die taz tritt – gar nicht mal so unfreiwillig – täglich den Gegenbeweis an. Was nur einen Schluss zulässt: Kalle Ruch ist einer der ganz großen deutschen Verleger.

Steffen Grimberg, taz.de, 14.12.2019 (online)

Zitiert: Redaktioneller Journalismus wird zum Unterfall der globalökonomisierten Netzkommunikation

Wenn man am Kiosk oder am Bahnhof eine Zeitung kauft, hat man schon das Gefühl, man kauft ein Artefakt – als ob man in ein Museum geht und ein impressionistisches Gemälde betrachtet, das ja mal sehr modern war und für erregte Diskussionen…

Zitiert: Warum Journalisten nach rechts „wandern“

Es hat sich eher noch schlimmer entwickelt, wenn man sieht, was mit dem früheren „Spiegel“-Mann Matthias Matussek passiert ist und anderen Ex-Meinungsführern, sogar „Medienwissenschaftlern“, die besinnungslos nach rechts wandern. Es gibt ja wenig Peinlicheres als ältere Männer, die aus Angst vor Statusverlust…